Freitag, 7. Februar 2020

Karriere Survival Guide

Oder: Wie man die eigene Karriere unbeschadet übersteht.

Überall werden einem Tipps gegeben, wie man seine Zeit optimiert, sich gut verkauft, ideal kleidet, perfekt benimmt, das hilfreichste Netzwerk aufbaut, die beste Weiterbildung kriegt etc. Ergebnis, wenn's gut läuft: Karriere, Macht, Geld. Wenn's nicht so gut läuft: Burnout, Deppressionen, Dissoziation, Einsamkeit you name it. Hier also mal meine Tipps, wie du dich von deiner Karriere nicht unterkriegen lässt.

1.) Nimm deinen Job nicht zu ernst.

Ja, manche werden jetzt sagen, das ist der beste Weg zur Mittelmässigkeit und der schnellste ins RAV. Nicht unbedingt. Natürlich soll man seine Aufgaben gut und zuverlässig erledigen, proaktiv Vorschläge bringen, teamfähig und diplomatisch sein und so weiter.


ABER man soll nie dem Irrglauben verfallen, man wäre niemand ohne den/einen Job. Oder man wäre unersetzlich. Du bist für deinen Arbeitgeber genauso austauschbar, wie dein Arbeitgeber für dich. Punkt. Es bricht weder eine Welt zusammen, wenn du nicht mehr hier arbeitest, noch, wenn du den Aufgabenbereich komplett verlässt = dich beruflich neu orientierst. Diese Einstellung finde ich überhaupt elementar, damit man sich weiterentwickeln kann (dazu weiter unten mehr).

2.) Pflege ein internes Netzwerk, investiere ins Socializing

Ich erlebte es immer wieder, dass Leute (vor allem Männer), die eine ausgeprägte Nonchalance (genauer: Faulheit, Schlampigkeit, Gleichgültigkeit, Ignoranz) an den Tag legen, trotzdem häufiger be- und gefördert werden, als ihre (meist weiblichen) Kolleginnen, die sich abrackern. Das ist im Endeffekt natürlich schädlich für das jeweilige Unternehmen, aber solange die Chefetagen von (ebenfalls eher homo ökonomicus-) Männern besetzt bleiben, wird es sicher so bleiben. Will man - ob Frau oder Mann - also ein bisschen einfacher Karriere machen, hilft es, viel Zeit mit den Mitarbeitenden zu verbringen (Mittagessen, Apéros, Kaffee-Päuschen) und Meetings eben doch nicht nur nach dem Aspekt der "unbedingten Notwendigkeit, um Sachfragen zu klären" einberufen, sondern auch, um die Schlüsselpersonen wiedermal von Angesicht zu Angesicht getroffen zu haben. Es ist unbezahlbar! Natürlich machst du dich lächerlich, wenn du ein Meeting organisierst, wenn es ein Email getan hätte, aber dann arbeite halt an der Agenda und bezieh die Leute stark ein.

Warum? Beziehungen und "Kollegen-Kuscheln" lohnen sich enorm (rein platonisch!!). Es wertet dich als Mitarbeiter in deiner aktuellen Abteilung auf und sie wird nützlich sein, wenn du dich intern irgendwann auf eine andere Stelle bewirbst oder eine Beförderung möchtest.

3.) Nimm nichts persönlich, das nicht persönlich zu nehmen ist.

So, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Damit du es besser verstehst, gebe ich dir konkrete Beispiele.

a) Kündigung durch den Arbeitgeber

Die meisten Menschen nehmen gerade eine Kündigung extrem persönlich. Aus meiner langen Karriere weiss ich aber, dass viele (wenn nicht die meisten) Kündigen mehr mit den Umständen der Firma zu tun haben, als mit der Persönlichkeit oder Leistung des Mitarbeitenden. Und selbst WENN der Chef / die Chefin dir kündigt, weil er/sie deine Fresse nicht mehr sehen kann: Fuck them. Nicht deine Schuld.

Meiner Meinung nach passieren die meisten Fehler, die später zur Kündigung führen, bereits im Einstellungsprozess. Wenn man übrigens per se von einem Fehler ausgehen will. Man kann Kündigungen auch einfach als Teil des Spiels sehen - denn wir alle sterben ja auch irgendwann. Den Tod sieht aber niemand als "Systemfehler" an, sondern eher als die Lösung für sehr viele Probleme, die wir ohne ihn hätten.

Trotzdem, manche Kündigungen, vor allem in den ersten drei Jahren einer Anstellung, wären zu vermeiden: Die Stellenbeschreibung entspricht nämlich oft nicht dem effektivem Aufgabenbereich. Warum? Weil sich viele Firmen attraktiver darstellen, als sie sind, um an Fachkräfte zu kommen, die sie sonst nicht kriegen würden. Das hat zur Folge, dass der Mitarbeiter schnell demotiviert ist und sein Potenzial nicht ausschöpfen kann. Kündigt er nicht, muss es (aus Scham und Frust) früher oder später der/die Vorgesetzte tun.

Oder die Firma hat - auch basierend auf der zu attraktiven Stellenbeschreibung - ein zu hohes Gehalt gesprochen und stellt im Nachhinein fest, dass sie sich das doch nicht leisten will oder kann und es ein weniger gut ausgebildeter Angestellter auch tun würde.

Oder die eingestellte Person wurde nicht auf die Fähigkeiten geprüft, die sie benötigt, um die Aufgaben zu bewältigen, die man ihr später gibt - vor allem wenn es dann eben nicht die aus der Stellenbeschreibung sind. Dann heisst es, die Person sei ungeeignet oder zu wenig kompetent oder "nicht genug belastbar". Auch oft gehört: Unkooperativ, weil sie sich - berechtigt - geweigert hat, Arbeiten auszuführen, für die sie nicht angestellt worden ist. Vielleicht gibt es sogar mehrere Tadelgespräche, aber unterm Strich ist das immer noch nicht der Fehler des Mitarbeiters.

Vermeiden kann man obige Situationen übrigens nur mit viel Erfahrung und geschicktem Nachfragen in den Vorstellungsgesprächen. Und auch dann hat man keine Garantie, dass man ehrliche Antworten erhält. Auf keinen Fall sollte man sich aber von so einer Kündigung runterziehen lassen.

Übrigens: Kündigungen aufgrund schlechten Geschäftsganges werden häufig verschleiert. 
Kein Witz! Gerade KMUs kündigen in problematischen Phasen Mitarbeitenden unter Angabe falscher Gründe, weil nicht riskiert werden will, dass bekannt wird, dass es der Firma schlecht geht. Das ist sehr unfair dem Mitarbeiter gegenüber, aber leider gängige Praxis. Zuerst entledigen sich Firmen den teuren Mitarbeitenden (Kader), den Neuen (da noch nicht viel Know-How gesammelt), den leicht Ersetzbaren und denen, die keinen direkten Umsatz bringen / nicht am Kunden arbeiten. Das eigene Image ist ihnen also wichtiger, als die Psychohygiene der Gekündigten. Bezeichnend! Rächt sich aber heutzutage auf kununu.ch. Die Leute sind ja nicht blöd.

b) Übertriebene Kritik

Wird man für eine Kleinigkeit, ein Versehen, einen Flüchtigkeitsfehler oder gar für eine marginale "Unterlassungshandlung" übertrieben kritisiert, hat das meistens etwas mit mangelnder Führungsqualität der Vorgesetzten zu tun. Man merkt es auch daran, dass man auf der andern Seite von dieser Person auch kaum Anerkennung für gute Leistung erhält.

Fehler passieren und wenn sie sich nicht dauernd wiederholen, wenn der Mitarbeiter daraus lernt und man sieht, dass er Fehler zu vermeiden sucht, dann sollte es okay sein. Als Vorgesetzter sollte man viel eher dafür sorgen, dass Prozesse etabliert werden, mit denen sich Fehler vermeiden lassen (vier-Augen-Prinzip, Qualitätssicherung, regelmässige Reviews, ausreichend Ressourcen, Stellvertreterregelungen etc.) und Fehler grundsätzlich als normal deklarieren ("positive Fehlerkultur"). Hat man es mit so einem/einer Chef/in zu tun, lohnt es sich unter Umständen, selber für die Prozesse zu sorgen, die er/sie nicht hinkriegt. Man erweist damit nicht nur sich selbst einen Gefallen.

c) Anfeindungen aus Neid und Missgunst

Ich hab es lange nicht verstanden, wieso mich gewisse Leute (Frauen wie Männer) ohne ersichtlichen Grund praktisch von Anfang an anfeindeten, dumme Sprüche klopften oder über mich lästerten. Dass sie neidisch waren, ist mir lange nicht in den Sinn gekommen. Ich neige selber nicht dazu, mich mit andern zu vergleichen. Viele Leute tun das aber. Entgegenwirken kannst du mit Socializing (siehe oben). Versuche aber nicht, sie gefällig zu stimmen, indem du ihnen eine Vorzugsbehandlung zukommen lässt. Das würde nämlich bedeuten, dass ihr inakzeptables Verhalten auch noch belohnt wird, sprich funktioniert. Damit werden sie darin nur noch bestärkt. Ich rate, allen Kolleginnen und Kollegen regelmässig "Strokes" auszuteilen, und zwar am wirksamsten in Teammeetings. Ein klassischer Stroke ist zum Beispiel: "Ich sehe das gleich wie XY." Oder: "XY hat recht mit..." Oder: "Ich finde XYs Vorschlag gut, weil..." Das geht runter wie Öl und kostet dich überhaupt nichts.

Wenn du ihre Anfeindungen hingegen persönlich nimmst, bewegt ihr euch alle in der Abwärtsspirale aus falschen Vorstellungen, antizipierten Enttäuschungen und Frust. Muss aber auch gesagt sein: Bei manchen Leuten ist einfach Hopfen und Malz verloren. Die sind unzufrieden mit sich selber, ihrem Leben, und hassen einfach alles und jeden. Halte dich von denen nach Möglichkeit fern, sie sind toxisch.


4.) Pflege ein externes Netzwerk

Eine Kündigung kann auch aus heiterem Himmel kommen. Gerade, weil viele Firmen es laaaange verschleiern, dass es ihnen schlecht geht, aus Angst, ihnen würden sonst die guten Leute abspringen (alles schon erlebt, auch aus der Perspektive der frühzeitig Eingeweihten und zu Stillschweigen verdammten). In diesem Moment wirst du einfach froh sein, wenn du ein Netzwerk ausserhalb der Firma hast. Sei das nun zu Headhuntern, zu Leuten, die ähnliche Jobs wie du in andern Firmen haben etc. Ich habe bei solchen Leuten oft beobachtet, dass sie dann ganz offen mit ihrem Jobwechsel umgegangen sind und über LinkedIN oder XING oder Facebook publik gemacht haben, dass sie etwas neues suchen. Braucht aber Eier. Nicht jeder geht so offen mit einem Jobverlust um, und das ist verständlich, da er immer noch stark stigmatisiert.

5.) Pflege dein Privatleben

Dein Job ist nicht alles. Deine Gesundheit und dein privates Glück sind wichtiger. Pflege dich. Früher war es so, dass man sich mit "seiner" Firma identifizierte. Manche Leute arbeiteten 20, 30 Jahre oder länger dort - von der Lehre bis zur Pensionierung - aber in der heutigen Arbeitswelt muss man darauf achten, dem Job nicht zuviel Bedeutung zuzumessen. Zumindest nicht als unselbständig Erwerbender. Meiner Meinung nach könnte darum auch die "Gig Economy" Chancen bergen für uns alle - die Arbeitgeber, weil sie dazu gezwungen werden, Leistung statt Sitzleder zu honorieren - und für Arbeitnehmer, weil häufige "Jobwechsel" entstigmatisiert werden. Unterm Strich könnten wir alle - wenn wir es richtig angehen - sehr viel mehr Zeit für uns und unsere Liebsten gewinnen.

Solange man wie die meisten noch seine acht, neun, zehn... Stunden pro Tag "absitzen" muss, dann noch einen mehr oder weniger weiten Arbeitsweg zu bewältigen hat, und so nur minim Einfluss auf seine Zeit behält, so lange sollte man sehr bewusst mit seiner Freizeit und seinem Privatleben umgehen. Irgendwann wird es besser, bin ich sicher. Wir haben die Technologie, jetzt fehlt nur noch die richtige Arbeitskultur.


6.) Entwickle Dich weiter

Du tust niemandem einen Gefallen, wenn du nicht kritisch hinterfragst, ob dir deine Arbeit, dein Team, deine Firma noch gefällt und ob du nicht gerne eine Veränderung oder eine Weiter-/Ausbildung machen möchtest. Andere mögliche Entwicklungen, die der Balance förderlich sind, können mehr privater Natur sein: Vereinsarbeit, politische Arbeit, Lehrtätigkeit, Mentorship etc.


Vermeide es einfach, stehen zu bleiben. Das hat, ob es dir bewusst wird oder nicht, meistens einen sehr negativen Einfluss auf deine Arbeit, denn du wirst unflexibler und begegnest Änderung, die von aussen kommt, skeptisch oder gar negativ, satt sie freudig als Chance zu betrachten.

7.) Versuch wenigstens einmal in deinem Leben ein Standbein in der Selbständigkeit 

Was die Arbeitgeber von gestern noch nicht hinkriegen, schaffst du vielleicht als Selbständige/r von heute / morgen? In einem anderen Post werde ich einen Guide publizieren, wie man sich neben einem (Teilzeit-)Job selbständig machen kann oder wie man nicht mehr nur von einem Arbeitgeber abhängig ist, sondern mehrere "Gigs" zugleich hat (siehe auch "Sharing Economy", Wikpedia, Englisch). In der Zwischenzeit lies doch den Klassiker zu diesem Thema, "Die vier Stunden Arbeitswoche" von Tim Ferris.


Viel Erfolg.





Donnerstag, 6. Februar 2020

Dichtestress - was tun?

Ein Thema, das mich seit geraumer Zeit beschäftigt, und immer belastender wird, ist der Dichtestress. Junge Leute, sprich die heutigen Teenager und Twens, dürften sich erst gar nicht mehr an die Zeit erinnern, in der es Dichtestress noch gar nicht gab. Und da dies ein tendenziell "neues" Problem in der Schweiz ist, gibt es noch wenige Gegenstrategien.

Ursachen - woher rührt der Dichtestress?


Nun, die Ursachen liegen natürlich auf der Hand. Hatten wir im Jahr 1960 noch 5.4 Millionen Einwohner in der Schweiz, sind es heute annähhernd 9 Millionen. Ein Wachstum um 3.6 Millionen oder 66%.


Betrachtet man die Statistik der Anzahl total zugelassener Personenwagen in der Schweiz, erkennt man den Grund für Verkehrsüberlastung - waren 1960 noch knapp 500'000 Autos auf den Strassen, sind es heute über 4.5 Millionen. Heisst, dass durchschnittlich mehr als jeder zweite / jede zweite ein Auto besitzt, 1960 war es nur jeder Fünfte!

Anzahl zugelassene Personenwagen in der Schweiz

Bedenkt man nun, dass im ungefähr gleichen Zeitraum die Infrastruktur nur von 700km auf 1800km ausgebaut wurde - und anfänglich überhaupt nicht auf motorisierten, nationalen Verkehr ausgelegt war - und seit Jahren in einer veritablen Sackgasse steckt (die Autobahnen auf entscheidenden Strecken wie Bern-Zürich werden trotz Dauerstau nicht auf sechs oder acht Spuren verbreitert), sind Verkehrsstaus vorprogrammiert.

 

Bezeichnend ist auch die Entwicklung der Staustunden in der Schweiz. Dazu das Zitat des Bundesamtes für Statistik: "2018 wurden auf den schweizerischen Nationalstrassen 25 366 Staustunden registriert. Im Vergleich mit 2009 kommt dies einer Verdoppelung gleich, wobei in erster Linie die Staus wegen Verkehrsüberlastungen zugenommen haben."


Und obige Grafik zeigt nicht einmal, dass vor dem Jahr 2000 noch so ziemlich alles in Ordnung war. Es ist auch sehr logisch, wenn man die Grafik der Staustunden und die Grafik der Nationalstrassenlänge ab dem Jahr 200 vergleicht: Es gab kaum eine Entwicklung in der Nationalstrassenlänge, die Bevölkerung wuchs aber im selben Zeitraum von 7.2 auf 8.8 Millionen, die Anzahl zugelassener Fahrzeuge wuchs um 30% oder eine Million (!) von 3.5 auf 4.5 Millionen! Und hiermit ist die Entwicklung des kommerziellen Verkehrs (Lastwagen, Kleinlieferwagen etc.) noch nicht einmal berücksichtigt!

Hence - Dichtestress, wir leiden seit 2009 deutlich darunter


Ich bin kein Statistik- oder Verkehrsprofi, aber wenn ich die Hinweise gesamthaft betrachte, dann hat wohl anfänglich eine vom Bürger zwangsläufig initiierte "Bewegungsmuster-Optimierung" stattgefunden. Heisst, wir haben die Mängel der Infrastruktur durch angepasstes Verhalten kompensiert. Ein Teil dürfte erst auf Öffentlichen Verkehr umgestiegen sein oder hat sich vielleicht eine Stelle in der Nähe des Wohnortes gesucht oder umgekehrt, um nicht all zu weit fahren zu müssen. Ich meine - hat das denn irgendwer nicht? Aber irgendwann war es dann einfach zuviel, so wie es aussieht, spätestens ab 2009 (4 Millionen Fahrzeuge auf den Strassen):


Google Trends Thema: "Dichtestress"

 2014 gab es vermutlich einige Grossbaustellen, die massiv Verkehrsstau auslösten:


Google Trends Thema "Verkehrsstau"

Traurigerweise hat sich die Situation seither nicht mehr verbessert und blieb auf hohem Niveau schlecht.

Auf die Situation im ÖV gehe ich jetzt nicht ein, aber die Statistiken wären hier beim Bundesamt für Statistik Schweiz. Gesamthaft hat sich die Anzahl Pendler in der Schweiz zwischen 1980 und heute verdoppelt - von 2 Mio auf 4 Mio.




Was tun gegen Dichtestress?


Es gäbe meiner Meinung nach ganz einfache Lösungen, die noch dazu auf der Hand liegen.

Lösung 1: Telearbeit

Die Ursache vom Dichtestress sind zu 99% die Berufspendler. Sieht man ja schön, wenn man an einem Sonntagvormittag dieselbe Strecke bewältigt, wie an einem Montag um 7:30 Uhr. Erlaubt man als Arbeitgeberin nun Telearbeit statt Präsenzarbeit, reduziert / eliminiert man einen guten Teil des Pendelverkehrs. Einige Grosskonzerne in der Schweiz haben das Problem schon erkannt und setzen aktiv auf dieses Arbeitsmodell. So hat Swiss Re am 2018 eröffneten neuen Sitz in Zürich bewusst weniger Arbeitsplätze als Beschäftigte geschaffen und die Angestellten explizit aufgefordert, auch von zuhause aus zu arbeiten.



Dies bedingt natürlich einen krassen Kulturwechsel in den Chefetagen. Und natürlich darf der Stöffel vom Controlling jetzt auch nicht Büechli führen, wer wann wie lange am Platz war. Es geht neu darum, die Leistung der Leute zu bewerten, nicht ihre Präsenzzeit. Das ist eine Herausforderung. Als in meinen Augen sehr leistungsstarke Frau sehe ich es aber nicht nur für die Entlastung des Strassen- und ÖV-Netzes als Riesenchance. Beurteilt man nämlich alle Arbeitnehmenden nach ihrer Leistung - und dazu wird man Methoden entwickeln - wird endlich auch sichtbar, welches die echten Performer sind, und wer vor allem Sitzleder und Pausenklatsch pflegt. Das wird Teilzeit arbeitenden Müttern extrem zu gute kommen (siehe auch meinen Beitrag "Teilzeitstrategien").

Für die Einzelnen bedeutet Telearbeit auch, wieder mehr von seinem Zuhause zu haben, mehr Zeit mit der Familie oder Hobbies verbringen zu können und vor allem: Weniger Zeit in sinnlosen Staus!

2. Coworking-Spaces und Satelliten-Büros

Solange die Videokonferenz oder VR-Konferenz-Technik noch nicht überall auf sehr hohem Niveau etabliert ist, sprich - man hat Einschränkungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation - solange wird Telearbeit die Präsenzarbeit (Meetings, Workshops, Flurgespräche) nie wirklich ersetzen können. Darum sollten Firmen wenn möglich Co-Working Spaces bilden, jedoch nicht nur in Stadtzentren. Erstens löst das das Pendlerproblem überhaupt nicht (keine Parkplätze, viel Dichtestress), zweitens benachteiligt man da alle, die in Agglomerationen oder auf dem Land wohnen.

Satelliten-Büros ergänzen zentrale Coworking-Spaces. An verkehrstechnisch für "Auswärtige" günstigen Knotenpunkten, sprich leicht erreichbar, mit Parkplätzen etc. stellt die Firma Sitzungsräume, flexible Arbeitsplätze und Treff-Zonen zur Verfügung.

3. Fragmentierte Anstellungen / Teilzeitarbeit / Mehrfachbeschäftigung

Hinterfragen muss man heute meiner Meinung nach auch die Forderung nach unbedingter Loyalität zu einem einzigen Arbeitgeber. Die Grundhaltung ist heute meistens noch: Du hast Dich Deinem Arbeitgeber zu 100% zu verpflichten. Alles, was Du daneben tust, hast Du uns zu melden / müssen wir Dir erlauben. Wir schreiben zudem eine Konkurrenzklausel in Deinen Arbeitsvertrag, damit Du ja nicht auf die Idee kommst, Dich noch woanders zu engagieren. Das ist nicht zeitgemäss und repressiv.

Zudem ist es in vielerlei Hinsicht ein Riesenproblem

Erstens wird fast jeder Job, ob Vollzeit oder nicht, nach zwei Jahren etwas langweilig. Man hat alles schon einmal gemacht, es ergibt sich so gut wie nie die Möglichkeit, sich intern zu verändern oder gar weiterzuentwickeln. Nur in Grosskonzernen kommen Job-verändernde Beförderungen überhaupt vor. Die meisten Leute sind so bald mal demotiviert und werden ihr volles Potenzial nicht ausschöpfen. Zweitens: Kriegt man von diesem Arbeitgeber die Kündigung, aus welchen Gründen auch immer, steht man gleich auf Null und muss zum RAV.

Hat man hingegen mehrere Teilzeitstellen (wie Mandate bei Selbständigen), ist man als Arbeitnehmer flexibler, hat mehr Abwechslung und verliert man eine Stelle, hat man immernoch die andere. In Zeiten, in denen mit dem "Humankapital" immer sorgloser umgegangen wird (Reorgs, Massenentlassungen, Standortverschiebungen) sollte den Direktbetroffenen, dem "Humankapital", auch mehr Flexibilität zugesprochen werden. Und damit meine ich nicht das Darüberhinwegschauen, wenn einer alle zwei Jahre die Stelle wechselt. Das ist keine Lösung, das ist Kopf in den Sand stecken.

Denn seien wir ehrlich: Motivierte Mitarbeitende, die auch noch ausserhalb ihres Betriebes Erfahrungen sammeln, sind doch den abgelöschten Sesselklebern und Jobhoppern vorzuziehen, oder? Leider muss in der Schweiz von Seiten Gesetzgeber noch nachgebessert werden, denn die Voraussetzungen für Mehrfachbeschäftigung ohne eigene Firma sind noch nicht gegeben. Und nicht jede/r möchte eine eigene Firma gründen, denn das ist mit einem grossen administrativen Aufwand - Buchhaltung, MwSt, Versicherungen, Vorsorge etc. verbunden (Danke, Bund!!).

Übrigens bin ich aus genau diesen Gründen gegen den Koordinationsabzug bei der AHV und für die freie Pensionskassenwahl. Beides ist nicht mehr zeitgemäss und absolut nicht im Interesse von Arbeitnehmenden.


Zusammenfassung

Man kann die negativen (auch gesundheitlich schädigenden) Auswirkungen von Dichtestress nicht so entgegenwirken, dass man die Pendlerströme und -zeiten meidet. Diesen Spielraum haben wir schon lange ausgereizt. Auch bauliche Massnahmen wie der Ausbau vom Strassen- und Schienennetz werden in den nächsten zwanzig Jahren keine Linderung bringen.

Viel schneller kann man und wird man meiner Meinung nach die Arbeitsmodelle anpassen. Und damit kann jede/r von uns heute anfangen, indem man im Büro einfach mal Homeoffice verlangt. Einfach mal ausprobieren statt aus Prinzip dagegen sein. Wenn die Firma dabeibleiben will und Talente anziehen will, dann muss sie mit der Zeit gehen und sowohl Teilzeitarbeit als auch Homeoffice ermöglichen. Konsequent. Und man darf die Leute dann eben nicht nach ihrer Präsenzzeit - was im Homeoffice dem Skype Status "online" entspricht - beurteilen, sondern nach dem, was sie liefern. Nicht mehr, nicht weniger.










Sonntag, 18. August 2019

Mineralwasser - Vergleich und Empfehlung


Seit vielen Jahren verzichte ich weitgehend auf Süssgetränke und trinke stattdessen Wasser. Ursprünglich tat ich das der Figur willen - gegenüber einem halber Liter Cola spart man immerhin 185kcal (siehe Kalorientabelle), gegenüber einem halben Liter Orangina sogar 225kcal. Mittlerweile unterstütze ich mit der sehr bewussten Wahl meines Wassers aber auch meinen Stoffwechsel und vermeide versteckte, potenziell schädliche Substanzen, die im Leitungswasser zu finden sind.


Gerade für Kinder wichtig: Gesundes, natürliches Wasser

Was ist der Unterschied zwischen aufbereitetem Wasser (Tafelwasser) und Mineralwasser?


Tafelwasser, Leitungswasser, aufbereitetes Trinkwasser

Gemäss Wikipedia darf "Tafelwasser" aus verschiedenen Wasserarten zusammengemischt werden und ist meistens industriell so aufbereitet, dass es den gewünschten Geschmack der jeweiligen Marke entspricht. Erst wird es mikrofiltriert, mit Ozon oder Chlor behandelt und anschliessend demineralisiert (Meerwasser z.b. entsalzt), um die lokal vorgefundene Mineralisation zu "beseitigen". Zum Schluss wird eine definierte Menge Mineralstoffe sowie Salz und ggf. Kohlensäure wieder zugesetzt. Tafelwasser ist darum mitnichten natürlich, jedoch vergleichsweise günstig. Es stellt die Grundlage von fast jedem Süssgetränk und Bier dar.

Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser ist Grundwasser und wird hierzulande natürlich vorwiegend in Bergregionen gewonnen. Alpiner Ursprung ist aber keine Voraussetzung. Anders als Tafelwasser muss Mineralwasser in seiner ursprünglichen Reinheit am Quellort unbehandelt abgefüllt werden. Mineralwasser entsteht durch Versickerung von Regenwasser und fliesst jahrzehntelang durch verschiedene Schichten von Gestein. Dadurch erhält es je nach Gewinnungsort seine individuelle Mineralisation - die Zusammensetzung dieser Schichten und somit die Mineralisation des Wassers ist regional sehr verschieden.




Unterschied Reinheit


Man kann sich vorstellen, dass ein Wasser reiner ist, je weiter weg von Kläranlagen und Wasseraufbereitungsbetrieben es abgefüllt wird.

Bei Tafelwasser werden See-, Fluss-, Meer- oder Grundwasser verwendet, welche leider diverse Rückstände enthalten (Pestizid-, Herbizid-, Fungizid- und Medikamenten etc.), da diese von den Wasseraufbereitern nicht herausgefiltert werden. Auch für das Schweizer Leitungswasser (Hahneburger) wird je nach Standort Quell-, Grund- oder Seewasser verwendet. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) warnte jüngst vor einer fortschreitenden Verschmutzung des Schweizer Trinkwassers (Tagesanzeiger vom 16. August 2019 und 15. Juli 2019).


Eine Volksinitiative, die 2020 vors Volk kommen soll, fordert denn auch «sauberes Trinkwasser und dessen Schutz vor Belastungen mit Pestiziden, Nitrat und Antibiotika» und dass nur noch Bauern Subventionen erhalten sollen, die auf den Einsatz von Pestiziden und Antibiotika verzichten.

Unterschied Mineralisation

Mal ganz abgesehen davon, dass ich meiner Familie und mir wenn möglich keine Metaboliten (Abbauprodukte von Pestiziden und Medikamenten) zuführen möchte, sind natürliche Mineralwasser auch wertvoller punkto Mineralisation.

Der Verband Mineralwasser Schweiz führt eine Übersichtstabelle (PDF) der Mineralisation diverser in- und ausländischer Mineralwasser. Persönlich würde ich empfehlen, inländische Wasser zu trinken, da wir eine grosse Auswahl haben, durch kurze Transportwege die Umwelt schonen und unseren inländischen Markt unterstützen.



Wenn man die Tabelle genau studiert, fällt ohnehin auf, dass Schweizer Wasser viel stärker mineralisiert sind, als ausländische. Adelbodner, Aproz, Eptinger und Valser enthalten recht viel Sulfat (Schwefel). Sulfat rege den Gallenfluss an und wirkt im Darm verdauungsfördernd, indem es in den unteren Darmabschnitten Wasser bindet (Quelle: heilwasser.com). Eptinger, Contrex und Badoit stechen mit vergleichsweise hohen Anteilen von Magnesium hervor. Magnesium entspannt die Muskeln und wirkt Muskelkrämpfen entgegen. Es ist ein natürliches Anti-Stress-Mittel, reguliert den Blutdruck und beugt Herzrythmusstörungen vor. Magnesium gilt als wertvollster Mineralstoff unserer Zeit. Weiter sollte Mineralwasser möglichst wenig Nitrat enthalten. Nitrat kommt natürlich vor, stammt aber in der Schweiz überwiegend aus den Düngemitteln aus der Landwirtschaft, welche sich im Grundwasser anreichen.

Weitere Mineralien:
Calcium - für starke Knochen. Nimmt ein Mensch aber auch über Milchprodukte zur Genüge auf.
Natrium - Salz zur Regulation des Wasserhaushalts. Wir konsumieren bereits (zu) viel davon in der Nahrung. Natriumarmes Mineralwasser ist am besten.
Fluorid - Schutz gegen Karies, für gute Zähne. Ist aber auch in Zahnpasta und Mundspülung enthalten.

Ist diese Mineralisation überhaupt relevant?

Mineralwasser ist ja im Vergleich zu Leitungswasser teuer und mühsam in der Handhabe (so die Argumentation ja auch von Sodastream...). Lohnt sich der Aufwand denn? Vergleicht man die enthaltene Menge je Mineral in 1l Mineralwasser mit dem Tagesbedarf, muss man sagen, ist die Zufuhr via Mineralwasser weitgehend irrelevant. Bis auf Magnesium...



Ein Liter Eptinger rot enthält 107mg Magnesium. Es ist das Mineralwasser mit dem schweizweit höchsten Magnesiumgehalt. Ich persönlich, die ich ein bisschen Sport treibe und oft gestresst bin, habe ohne zusätzlicher Magnesium-Zufuhr leider manchmal Probleme mit Muskelkrämpfen, Muskelzuckungen, Gereiztheit, Schlappheit / Müdigkeit und schlechtem Schlaf (Nervosität). Ich trinke darum mindestens 1l Eptinger am Tag. Manchmal nehme ich zusätzlich ein Sachet Diasporal 300 (Trinkgranulat ohne künstliche Süssstoffe) oder Burgerstein CELA.



Pro Tag sollte ein gesunder Mensch nämlich mindestens 300mg bis 400mg Magnesium zu sich nehmen, Leute mit Magnesiummangel - wie ich - halt etwas mehr. Durch die Nahrung kann man da schon einiges abdecken:
10g Kürbiskerne - 534mg
10g Sonnenblumenkerne - 420mg
6g Zartbitterschokolade - 175mg
6g Milchschokolade - 86mg
30g Mandeln - 170mg
50g Naturreis - 157mg
150g Avocado - 30mg
140g Banane - 36mg
150g Spinat - 58mg
150g Lachs - 29mg
150g Seelachs - 57mg
150g Zander - 50mg
50g Erbsen, frisch - 116mg
10g Haferflocken - 137mg



Empfehlung

Natürliches Mineralwasser empfehle ich persönlich nachdrücklich allein deswegen, weil wir nicht wissen, was die Kombination der Substanzen und Rückstände im Leitungswasser auf Dauer für Folgen haben werden. Neben oben genannten Substanzen finden sich auch Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter (Sonnencrème) im Leitungswasser (siehe Publikation der Universität Zürich "Mikroverunreinigungen" vom Jahr 2015).

Für mich ist das allein schon der Grund, Leitungswasser nur noch zum Kochen und Duschen zu verwenden. Zum Trinken setze ich auf Mineralwasser, wenn es geht aus wiederverwendbaren Glasflaschen.

Es mag etwas aufwendiger sein und man kann den täglichen Bedarf leicht mit der richtigen Ernährung decken (siehe auch Bedarfsrechner), jedoch lohnt sich Mineralwasser heute alleweil. Sollte das Schweizer Leitungswasser irgendwann wieder eine akzeptable Qualität ganz ohne giftige Rückstände erreichen, werde ich wieder auf Leitungswasser umstellen. Bis dahin leiste ich mir sauberes Mineralwasser aus Schweizer Quellen.

Prost!


Samstag, 22. Juni 2019

Der richtige Umgang mit Kreditkarten

Gerade junge Erwachsene müssen den Umgang mit ihren Finanzen früh und schnell lernen. Leider gibt es eine ganze Industrie, die es darauf abgesehen hat, dass wir unser Geld möglichst schnell und möglichst schmerzlos loswerden.

Durch kontaktlose mobile Payment Bezahlfunktionen wie Apple Pay, Samsung Pay und Google Pay wurde das Bezahlen zuletzt sehr viel komfortabler, dies jedoch nicht nur zu unserem Besten. Während wir früher zum Bankomaten (oder gar Schalter) gingen, um Bargeld von unserem Konto abzuheben, halten wir heute einfach das Plastikkärtchen oder Smartphone ans Zahlterminal. "Pling" und das Geld ist weg. Wie viel Geld wir so verpulvern ist uns darum häufig gar nicht mehr bewusst.

Das ist übrigens nicht nur ein Problem für Wenigverdiener, sondern auch für Multimillionäre. Neben der abhandengekommener Übersicht schmerzen vor allem die zum Teil sehr phantasievollen Gebühren, die Kreditkartenherausgeber (genannt Issuer) uns abknöpfen.

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, um die beste Kombination von grösster Ausgabenkontrolle und tiefsten Gebühren zu finden. Hier ein kleiner Leitfaden einer Branchen-Insiderin...


1.) Kenne den Unterschied: Debit, Kredit, Prepaid

Kurz erklärt:

  • Debitkarte ("EC" / "Maestro"): Für Bargeldbezug oder Bezahlen im Geschäft, wird direkt dem Konto belastet. Vorteil: Günstig, optimale Ausgabenkontrolle. Nachteil: Nicht für online Shopping einsetzbar.
  • Kreditkarte (z.B. Mastercard, Visa, American Express): Fürs Bezahlen im Geschäft und (vor allem) online. Wird einmal im Monat abgerechnet. Vorteil: Flexibel. Nachteil: Teuer, schlechte Ausgabenkontrolle.
  • Prepaidkarte (z.B. Mastercard Prepaid): Wie Kreditkarte. Muss immer erst mit Geld aufgeladen werden. Vorteil: Günstig, gute Ausgabenkontrolle. Nachteil: Aufwendiges Aufladen, Vermögen wird fragmentiert, Unübersichtlichkeit.
  • Neue Kombikarten: Vereinen die Vorteile von Debit, Kredit und Prepaid-Karten (z.B. Debit Mastercard). Vorteil: Flexibel, Günstig. Nachteil: Noch kaum verfügbar.


2.) Kenne die Gebühren



  • Jahresgebühr (Kreditkarten)
  • Transaktionsgebühr (besonders bei Bankomatbezügen im Ausland)
  • Fremdwährungsbearbeitungsgebühr und -Zuschlag
  • Schlechte Fremdwährungskurse
  • (Verzugs-)Zinsen (Kreditkarten)
  • Mahngebühren (Kreditkarten)
  • Gebühren für Papierrechnung (Kreditkarten)
  • Aufladegebühr = "Ladekommission" (nz.B. Travel Cash Prepaidkarte)
  • Andere kreative Gebühren (z.B. für Kartensperrung oder Telefonsupport)


Es ist schon klar, dass Issuer und Banken von irgendwas leben müssen, aber unter uns: Sie kassieren bei jeder Transaktion Geld vom Händler. Direkt. Sie können davon leben. Dass sie von uns Karteninhabern auch noch so viel verlangen, ist meiner Meinung nach einfach Gier.


3.) Setze für (online!) Auslandstransaktionen auf Revolut


Krasserweise werden nicht nur auf Zahlungen IM Ausland (also vor Ort) Gebühren erhoben, sondern neuerdings (seit ca. 2017) auch auf online Transaktionen in ausländischen eShops die in der Kartenwährung erfolgen. Kein Scherz. Zahlst du etwa bei Net-A-Porter den Betrag in CHF, verrechnet dir dein Issuer trotzdem eine Fremdwährungsgebühr! Völlig daneben. Denn Net-A-Porter wird schon einen unvorteilhaften Kurs angewandt haben - und dann zahlst du nochmal. Idiotisch.

Übrigens an der Stelle noch kurz zu PayPal: Sie nehmen ca. 3% Gebühren, was noch unvorteilhafter ist, als was die Issuer direkt nehmen. (Blogbeitrag von Bankenmärchen.de). Vermeiden sollte man beide Halsabschneider.

Problem:
Abrechnungen zu solchen Auslandszahlungen kommen bei Kreditkarten um Wochen verzögert und sind ziemlich intransparent. Kaum einer nimmt sich die Zeit, den jeweils effektiv angewandten Wechselkurse mit dem damals tagesaktuellen zu vergleichen oder die Zuschläge einmal zusammenzuzählen. Glaube mir: Du wärst konsterniert.

Lösung:
Benutze fürs online Shopping Revolut. Vom Modell her ist das zwar eine (mühsame) Prepaidkarte (sie nennen es "Konto"), die man aufladen muss, aber sie ist praktisch gratis. Revolut kennt keine Fremdwährungszuschläge und nimmt immer den besten Umrechnungskurs. Du kannst diese Karte via ESR-Zahlung (Banküberweisung) kostenlos aufladen, was in der Regel ca. 48h dauert. Da nur vorhandene Vermögenswerte ausgegeben werden können, entstehen auch niemals Zinsen.

4.) Ausgabenkontrolle: Vermeide Kauf auf Kredit, Begleiche  Schulden immer sofort

Ganz ehrlich? Es ist doch irgendwie nur dumm, mehr Geld auszugeben, als man hat, oder?

Auf alle Käufe auf Kredit werden horrende Gebühren erhoben. Laut Gesetz ist alles über 15% Zins Wucher und somit illegal. Aber was verrechnen Issuer an Zinssätzen? Häufig 14.93% meistens mindestens 12%. Verzinst wird dabei nicht nur der Restbetrag auf der Karte, nach Teilzahlung, sondern der höchste, den Du noch nicht abbezahlt hast (siehe Kassensturz Beitrag).

Um also nicht in Schulden und fortwährend hohe Zinsbelastungen reinzulaufen, gib nie mehr aus, als du hast, sprich, begleiche deine Schulden sofort. Ist es schon passiert, hör dringend damit auf, noch mehr auf Pump zu kaufen und setz alles daran, die Schulden abzubezahlen. Lass dir ggf. von der Schuldenberatung helfen, es ist keine Schande! :-) Auch hohe Schulden kann man abbezahlen, nur nicht aufgeben. Und ja nicht die Hoffnung verlieren, es ist nur Geld. ;-) Deine Gesundheit ist wichtiger.

5.) Verzichte auf Loyalty-Systeme und überflüssige Versicherungen / Vergünstigungen


UBS Key Club, Coop Superpunkte, Miles and More - diese Systeme sind nur dazu da, dich zu mehr Konsum zu verführen. Und es funktioniert, wie sich zeigt. Frage: Wann hast du mit solchen Punkten zuletzt eine Prämie eingelöst, die du wirklich gebraucht hast? Hast du die leiseste Ahnung, wie viel Geld diese Prämien wirklich wert sind?

Einzige Ausnahme finde ich, ist das Migros Cumulus Loyalty-System, denn dort erhält man bei null Grundgebühr und ohne versteckte Kosten (wie beim UBS Key Club) Cashbacks. Pro ausgegebenem Franken erhält man 1 Rappen zurück - zwar als Gutschein, den man nur im Migros-Konzern verwenden kann (aber der ist gross...). Ignoriert man die Marketing-Aktionen (5-fach, 10-fach etc.) fährt man allerdings besser.

Viele Kreditkarten locken auch mit Versicherungen (Reiseannulationskostenversicherung, Bestpreisgarantie etc.) oder Vergünstigungen (Airport Lounges, Mietwagenrabatte). Fakt ist: Das sind alles Zusätze, die wir in 99.9% der Fälle nie in Anspruch nehmen. Hence - why even bother? Finanziert werden diese Add-Ons übrigens durch die oben beschriebenen hohen Gebühren.

Wenn du so einen Zusatz wirklich benutzt, und sich die Mehrkosten dadurch rechnen, sieht es natürlich anders aus. Gerade bei Mietwagen kommt man häufig aber auch ohne Kreditkarte zum gleichen Rabatt.

6.) Kündige Kreditkarten-Aktualisierungsservices


Visa und Mastercard führen 2019 so genannte "ABU" Services ein - "Automatic Billing Update". Hast du z.B. ein Netflix-Abonnement, das über deine Kreditkarte bezahlt wird, und deine Kreditkarte wird erneuert, sendet deine Kreditkartenherausgeberin in Zusammearbeit mit Visa und Mastercard den Merchants (in diesem Fall Netflix) automatisch deine aktualisierten Kreditkartendaten, damit das Abonnement unterbruchsfrei weiterbelastet werden kann.

Rechtlich scheint es so, als wären die Issuer (in der Schweiz) nicht verpflichtet, ihre Karteninhaber über die ABU Services zu informieren. Darum sollte man ein E-Mail schreiben, anrufen oder ein Formular ausfüllen (z.B. bei UBS) und die ABU Services explizit ablehnen. Persönlich wundere ich mich, dass die Issuer dafür kein Opt-In Verfahren gewählt haben (also die explizite Zustimmung einholen, bevor sie die Daten ihrer Kunden automatisch ausliefern).

7.) Vermeide Abonnements

Holt es sich, ohne zu fragen... wie Abonnements.

Es liegt auf der Hand, dass man fortlaufende Kosten minimieren sollte, da man sie schwer wieder los wird. Brauchst du Netflix wirklich? Brauchst du den Cloud Speicherplatz wirklich? Und müssen diese Abos über die Kreditkarte laufen? Überprüf das periodisch.


8.) Analysiere deinen "Spending" Report


Der und die Schlauere wissen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Viele (wenn nicht mittlerweile alle) Publikumsbanken der Schweiz bieten im online Banking mittlerweile einen so genannten "Spending Report" an. Dieser kategorisiert deine Ausgaben und zeigt dir, wofür du wie viel Geld ausgegeben hast. Bei Kartenzahlungen mit der zum Konto gehörenden Debitkarte ist es besonders präzise, denn jeder Händler fällt in eine eigene Kategorie ("MCC" - Merchant Category Code), welcher bei der Transaktion erfasst wird. Ob es nun ein Bekleidungsgeschäft oder eine Bar war, im Spending Report wirst du es später sehen können.

Ich finde, selbst Leute, die nicht sparen müssen, sollten sich ab und zu bewusst machen, wofür sie ihr Geld ausgeben, um allenfalls ihr Verhalten etwas zu modifizieren. Es gibt tausend bessere Arten, dieses Geld auszugeben.


Zusammenfassung


  • Bezahlkarten sollten eine maximale Ausgabenkontrolle und minimale Gebühren bieten.
  • Der Nutzen von Kreditkarten wiegt ihre Kosten heutzutage nicht mehr auf.
  • Mit Einführung der Kontaktlos-Funktionalität bei Debitkarten sind diese wieder ideal für den Alltagsgebrauch.
  • Mit Einführung der Debit Mastercard wird neben contactless dann auch online Shopping und mobiles Bezahlen (z.B. Apple Pay) mit der Ausgabenkontrolle einer Debitkarte möglich. Die Gebühren sollten derweil günstiger sein, als bei einer Kreditkarte, da es niemals Kredit benötigt, die Aktiven sind ja bereits auf dem zugehörigen Konto.
  • Die Debit Mastercard wird für alle Leute erhältlich sein, die ein Bankkonto eröffnen können. (Kreditkarten setzen hingegen ein Einkommen voraus!)
Übrigens - das Thema Sicherheit habe ich bewusst nicht erwähnt. Ich arbeite in der Branche und weiss, dass alle in der Schweiz erhältlichen Kartenprodukte gleich sicher sind. Auf jeden Fall sicherer als Bargeld. Oder Aktien. Oder Griechische Staatsanleihen. Ha.


Empfehlung


  • Im Inland Schweiz zahle bar oder mit der Debitkarte ("EC"/"Maestro"). 
  • Sobald die Debit Mastercard kommt, nimm die und kündige sämtliche Kreditkarten.
  • Für Auslandsreisen zwischen vier Tagen und drei Wochen nimm ein paar Hundert Franken in der Fremdwährung mit (welche Du zuhause am Bankschalter beziehst). Für den Rest benutze Revolut, um Fremdwährungsspesen zu umgehen (vor den Ferien aufladen).
  • Gerade in gefährliche, arme Länder (Brasilien, Südafrika etc.) wirst du nicht viel Bargeld mitnehmen wollen (und vielleicht auch lieber das ältere iPhone statt das gerade erst gekaufte...).
  • Eine günstige Karte wie Revolut oder Debit Mastercard eignet sich hervorragend für alle Auslandszahlungen, die kein Bargeld erfordern, z.B. in Restaurants und Geschäften.
  • Zwar kann dir jede physische Karte gestohlen oder du gezwungen werden, Geld abzuheben. Die Wahrscheinlichkeit, dabei (viel) Geld zu verlieren ist aber überschaubar, vor allem, wenn du die Limiten tief hältst (die Gold Karte mit der hohen Limite lieber nicht nach São Paulo mitnehmen...).


Samstag, 9. Februar 2019

Sind Jeggings emanzipiert?

Bei manchen Frauen sehen sie gut aus, die engen Hosen. Jeggings, Leggins, Slim Fit Jeans, Push up Jeans etc. genannt. Bei vielen Frauen wirken sie mehr als unvorteilhaft und immer ist ihnen eine Eigenschaft gemein: Sie sind meistens unbequem und passen somit nicht zu emanzipierten Frauen.

Ich habe nichts gegen knallenge Hosen, wenn sich die Trägerin darin wohl und attraktiv fühlt. Ich hab aber etwas gegen alle Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires, die unbequem, schmerzhaft und somit auf jeden Fall schlecht für die Gesundheit sind, denn diese trägt Frau nur, um Aussenstehenden zu gefallen.

Warum aufgebretzelt ins Büro? 
Schon oft habe ich in meinem Blog dazu geraten, sich zumindest fürs Büro aus Prinzip nicht "aufzubretzeln". Selbst 20 Minuten hat am 28. Januar einen Video-Beitrag gebracht, in dem Passanten an der Zürcher Bahnhofstrasse gefragt werden, wieso sie sich für die Arbeit so herausputzen. Die Leute scheinen sich nicht viel dabei zu denken. Es ist ja auch schön, wenn man im Büro als gepflegt wahrgenommen wird. Aber gepflegt reicht. Wer zu viel auf sein Äusseres gibt, muss sich nicht wundern, wenn er darauf reduziert wird.

Gepflegt vs Ungepflegt - Hinterfrage deine Singalwirkung

Weiss ja nicht, wie es dir geht, aber ich hatte leider oft mit Arbeitskolleginnen zu tun, die knallenge Stretch-Hosen und "Aus-Prinzip-eine-Nummer-zu-kleine"-Pullover trugen, aber oft schon Vormittags müffelten. Trotz unwichtiger Position im Unternehmen kamen andere im Blazer zur Arbeit, hielten frisch gewaschenes Haar aber offensichtlich für überbewertet.

Kristen Stewart mit schmuddel-Haar
Meiner Meinung nach haben sie es nicht verstanden. Was für eine Message bringen die damit rüber? Haben sie den geringsten Hauch einer Ahnung, wie viele Negativpunkte sie für die Schweisswolke und den ekligen Anblick strähniger, fettiger Haare kriegen? Ein Mensch - egal ob Mann oder Frau - duscht, wäscht sich das Haar, benutzt Deodorant, trägt frische Kleidung zur Arbeit. Alles andere ist respektlos sich selbst und den Arbeitskolleginnen und -kollegen gegenüber.

Und hier sprechen wir noch nicht mal vom Look, sondern nur vom baren Minimum, das man von uns Berufstätigen erwarten kann.

Eingeengt vs Emanzipiert - Hinterfrage deinen Stil

Okay, und um gleich zurück zu kommen auf die knallengen Hosen, die seit JAAAAAHREN in Mode zu sein scheinen... sie stehen nicht vielen, denn sie betonen das, was da ist. Und auch das, was nicht da ist. Sprich: Wenn eine Frau Pölsterchen hat, dann sieht man die, Stichwort "Muffin-Top". Wenn sie einen "Flat-Ass" hat, dann sieht man halt auch das. Und bei Leggins, die mittlerweile zum Glück den Slimfit Jeans weichen, sieht man auch Cellulite. Mancher jungen Frau hätte ich gewünscht, sie hätte sich zuhause einen Blick in den Spiegel - auf den Arsch - erlaubt, bevor sie so aus dem Haus gegangen ist.

Es sieht also oft scheisse aus. Was aber noch schlimmer ist: Oft sind diese Misthosen verdammt unbequem. Das Problem ist, dass Frauen durch den sehr hohen Stretch-Anteil zum Glauben verleitet werden, das Kleidungsstück würde passen. Dabei ist es häufig zu eng. Wann ist sie zu eng?
Zu enge Hose

  • Wenn du in die Hocke gehst, und der Bund hinten so weit runterrutscht, dass man deinen "Bumb Crack" (Arschspalte) sieht
  • Wenn hinten am Oberschenkel Querlinien zu sehen sind (der Stoff wird dann von links nach rechts gespannt)
  • Wenn sich beim (am Schreibtisch) sitzen in der Kniekehle Röllchen bilden welche die Blutgefässe einengen (sehr unangenehm, aber viele scheinen es einfach zu ignorieren)
  • Wenn sich der Stoff beim sitzen links und rechts im Schritt anliegt und die Vene eindrückt (auch übelst für die Blutzirkulation in den Beinen)
  • Wenn deine Arschbacken zusammengedrückt werden (häufig resultiert daraus dann ein dunkler Schatten im Spalt oder vermehrte Schweissbildung)

Warum tun sich Frauen das also an? Ich meine, okay, im Ausgang, für ein paar Stunden in einem Club, zeigen was man hat, im Halbdunkeln etwas schummeln mit dem Kompressionseffekt einer Stretch-Hose, aber im Büro!?! Den ganzen Tag?!?


Ich behaupte, weil sie nicht emanzipiert sind. Im Büro hat keiner deinen Arsch zu bewundern. Es geht sie streng genommen nicht mal was an, dass du einen hast. Du müsstest im schwarzen, losen Overall kommen dürfen, denn es hat sie bloss deine Leistung zu interessieren (ausser bei Moderatorinnen / Moderatoren und dergleichen).

Emanzipierte, elegante Hosen, die auch bequem sind

Um die Phantasielosigkeit rund um enge Hosen zu durchbrechen, hier konkrete Vorschläge für bequeme, edle Eleganz - ganz unaufgeregt und passend für jede Saison...

Stoffhosen

Französischer Chic - Zigarettenhose

Zigarettenhose von Cyrillus
Wer lieber erst einmal einen sanften Entzug von der engen Jeans / Jeggings machen möchte, dem empfehle ich die immer noch sehr schmal geschnittene Zigarettenhose. Sie verschmälert sich nach unten leicht und sitzt alles in allem figurbetont. 

Das Heikle hier ist: Sie verzeiht Pölsterchen nicht wirklich. Zumindest, wenn man sie von der Stange kauft. Passt sie nicht, ist auch sie unbequem, denn sie wird üblicherweise aus unelastischem Gewebe gefertigt. Wer weibliche Kurven hat, sollte sie sich massschneidern oder zumindest anpassen lassen. Die Zigarettenhose ist meiner Meinung nach vor allem etwas für schlanke Frauen, dafür steht sie auch kleineren.



Vom Büro direkt ins Weekend - gepflegte Chinos


Weiss Chino-Hose, sportlich gestylt
Chino-Hosen sind Allrounder. Man kann sie ins Büro ebenso tragen wie in der Freizeit. Anders als Zigarettenhosen haben sie keine Bügelfalte und laufen nach unten nicht ganz so schmal zu. Oft findet man Chinos auch mit Elasthan-Anteil, was sie flexibler macht, und meistens kommen sie in einer grossen Farbauswahl. 

Gerade bei Männern sind farbenfrohe Chinos beliebt (oder dann der beige Klassiker). Auch bei dieser Hose gilt aber: Sie sollte locker sitzen. Wenn du ums Gesäss fülliger bist, achte gut auf die Passform. Im Zweifel, kauf eine Nummer grösser und lass sie dir bei der Änderungsschneiderei auf deine Rundungen anpassen. Im Sommer wirkt es übrigens sportlich, wenn man sie etwas hochkrempelt und zu einem Poloshirt kombiniert.

Frauen, die wenig Gesäss haben, müssen sich bewusst sein dass die Chino auch das nicht versteckt...

Alleskönner Bundfaltenhose

Elegante Bundfaltenhose
Frauen, die sehr dünn sind und ein *hüstel* unausgeprägtes Gesäss haben, sollten Bundfaltenhosen ausprobieren. Durch die Falten hinten und vorne (und vielleicht etwas festerem Gewebe, je nach Modell) steht der Stoff etwas ab und kaschiert fehlende Rundungen.

Diese Hose eignet sich aber auch für Damen mit Rundungen, etwa an den Oberschenkeln. Einfach eins muss frau immer beachten: Anliegen darf diese Hose im stehen nie. Also genug gross kaufen. Die Eleganz kommt vom Sitz, vom Material, von der fliessenden Qualität - und natürlich davon, dass sich jede Trägerin darin pudelwohl fühlen wird. ;-)


Gepflegte Jogg-Pant / Jillian Pant


Jogg-Pant / Jillian-Hose
Ein Mix zwischen Trainerhose und Anzughose. Super bequem wie ersteres, manchmal fast so edel wie das letztere. Jillian Pants sind etwas für selbstbewusste Frauen, die mit Konventionen brechen. Frauen, die keine engen, unbequemen Sachen mehr tragen, die Persönlichkeit zeigen und sich sorge tragen.

Kombiniert mit Heels (auch halbhohen) sowie einer fliessenden Bluse steht das Outfit dann einem klassischen Anzug in nichts nach, besonders nicht Punkto Modernität. Aufpassen hier einfach beim Material: Polyester lädt sich schnell elektrostatisch auf und kann dann an der Haut "kleben". Besser sind Baumwolle, Wolle oder Viskose.

Übrigens kann man den legèren Touch der Jillian mit Schmuck und einer hochwertigen Handtasche weiter ausbalancieren.



Variationen in der Höhe - Lang, Knöchellang, 3/4, Capri, Culotte...

Fliessende Culotte aus Modal
Je nach Körperbau können kürzere Hosen mit Heels sehr viel zum positiven Gesamtbild beitragen. Füllige Frauen verzichten besser auf Marlene-Hosen, da sie dann aussehen wie ein "Pflock". Aber auch sehr eng-anliegende Hosen sollten sie nicht tragen. Wenn die Waden noch schlank sind, sehen Caprihosen oft sehr gut aus (oder dann gleich ein Jupe).

Grosse Frauen verkürzen sich optisch mit Culottes. Kleine Frauen strecken sich mit "hochwasser"-Hosen und nude-farbenen Heels. Schlanke Frauen sehen super elegant aus in fliessenden, weiten Hosen (siehe rechts) und Jumpsuits.


Wer übrigens keine hohen Heels mag (vor allem nicht fürs Büro und fürs ÖV-Pendeln...), jedoch trotzdem etwas in seiner Gesamthöhe tricksen will, soll doch einmal elegante Plateauschuhe, moderate Keilsandaletten oder erhöhte Espadrilles ausprobieren.

Last but not least - du strahlst aus, was du fühlst

Keine noch so teure Hose ist ihr Geld wert, wenn du dich darin unwohl fühlst. Nimm dir die Zeit, deine Garderobe zu pflegen: Sortiere aus, was dir nicht mehr passt, nicht mehr schön aussieht oder schlicht zu aufwendig in der Pflege ist. Wer keine Zeit hat, ein Seidenhemd zu waschen, und auch kein Geld für die Reinigung, der soll sich davon trennen.

Merk dir auch die Tage, an denen du dich besonders hübsch fühlst. Merk dir das Outfit, das du anhattest, und frag dich, wieso du darin besser ausgesehen hast, als in einem andern. Manchmal finden wir nur so zu unserem besten Stil.

Viel Vergnügen!

How to wear a Jumpsuit

Samstag, 8. Dezember 2018

Stress vermeiden, Stress abbauen

Dauerstress ist schädlich für die Gesundheit, schlägt massiv auf die Laune - sowohl im Beruf als auch am Feierabend - und wirkt sich oft negativ auf die Beziehungen zu den Liebsten aus. Heutzutage hat man viel mehr Stress, als es unsere Eltern etwa erlebten. Gerade berufstätige Mütter trifft das besonders hart, da sie nach wie vor auch noch den Löwenanteil an der Hausarbeit und meist auch den ganzen Planungsaufwand tragen. In erster Linie gilt es also, Stress zu vermeiden. Dann aber auch, ihn bewusst abzubauen.

Externe Stressoren erkennen und entschärfen

Überlastung bei der Arbeit vorbeugen

Sehr viele meinen immer noch, schlechte Planung sei die Hauptursache für Stress. Das mag in der Schweiz von 1980 so gewesen sein. Heute ist Stress leider normal. Arbeitgeber teilen heute methodisch immer zu viel Arbeit zu, als ressourcen-technisch überhaupt möglich ist. Ergo: 

Übersteigt die Arbeitslast nicht die Ressourcen des Teams, machen Vorgesetzte etwas falsch.

Umgekehrt heisst das, Arbeitnehmende müssen sich ebenso methodisch wehren, wie ihre Ressourcen von oben gesundheitsfeindlich und respektlos verplant werden. Dies tut man, indem man folgenden Satz bringt (je früher, desto besser. aber unbedingt rechtzeitig):

"Ich erkenne, wie wichtig das ist. Können wir zusammen meine momentanen Prioritäten anschauen? Es ist sich aktuell sehr viel am tun und ich möchte, dass alles gut erledigt wird."

Damit betont man, wie wichtig einem die gute und zeitgerechte Erledigung der Aufgaben ist und spielt den Ball der Planung vor allem dahin, wo er hingehört: Zu den Vorgesetzten.

Was wir nicht machen dürfen: 

  1. Die Aufgaben wortlos hinnehmen, obwohl wir wissen, dass wir dafür irgendwas anderes nicht oder schlecht erledigen werden. Für beides wird man uns verantwortlich machen.
     
  2. Der grösseren Arbeitslast mit Überstunden begegnen. Überstunden und Überzeit müssen notwendig und zumutbar sein. Ich empfehle jedem das hier zu lesen und seinen Arbeitsvertrag genau zu studieren. Das Seco schreibt übrigens zu Überzeit bei Teilzeitarbeitskräften:
    Bei Arbeitnehmenden in Teilzeit ist bei der Beurteilung der Zumutbarkeit zu beachten, dass sie neben der Teilzeitstelle noch andere Verpflichtungen haben können.

Merfachbelastung systematisch abbauen

Nur von "Doppelbelastung" von Beruf und Familie zu sprechen, greift heute zu kurz. Schaut man sich das Leben von heutigen Müttern an, sieht man, dass sie extrem viel mehr Arbeit und Verantwortung haben, als früher. Der Fehler, den sie üblicherweise machen, ist der: Wenn eine Frau Mutter wird, und wieder (teilzeit) arbeiten geht, behält sie trotzdem sämtliche Pflichten beim Haushalt und der Kinderbetreuung (sprich: Planung der Fremdbetreuung) während sich der Papi in aller Regel nach wie vor aufs Geldverdienen beschränkt und zuhause nicht viel beiträgt (ausser Dreck und Wäscheberge, natürlich). Es sind nach wie vor die Mütter, die den Löwenanteil leisten.
Anstatt alles zu erdulden, zu jammern und irgendwann seine Gesundheit zu opfern, schlage ich vor:

  • Partner in die Pflicht nehmen. Ist ein Partner im Haus / im Leben, soll man ihn konsequent und nachdrücklich dazu anhalten, seinen Teil zu leisten, nicht nur monetär - frau verdient ja auch Geld! Er soll auch Wäsche waschen, putzen und einkaufen gehen. Am besten regelmässig, dann kann er sich drauf einstellen. Jedes zweite mal, wenn die Kinder krank sind, hat er zuhause zu bleiben. An Elternabende kann er (allein) gehen, ebenso Zeugs für die Schule basteln / bei den Hausaufgaben helfen. Vielleicht arbeitet er dann irgendwann freiwillig auch Teilzeit. Schön wär's.
  • Kinder früh zu Mithilfe und Selbständigkeit erziehen. Je früher, desto einfacher. Geschirrspülmaschine ausräumen, Tisch decken, Pflanzen giessen, eigene Kleider versorgen oder Bettwäsche wechseln sind Dinge, die uns Mütter sehr entlasten.
  • Mental load methodisch reduzieren. Ich wundere mich manchmal, wie selbstverständlich Frauen und Mütter die ganze Planungsarbeit der Familie übernehmen. Sie denken wahrscheinlich, sonst ginge nichts mehr. Das ist Self-fulfilling-prophecy. Man liegt, wie man sich bettet. Wer das ändern will, delegiert den Familienmitgliedern ihre persönliche Planung und beschränkt sich auf übergeordnete Planungsaufgaben (z.B. Ferien) und seine eigene (z.B. Freizeit, Freunde, Sport, Wellness...).
    Primarschulkinder können ihren Stundenplan nämlich wirklich selber managen, und sonst müssen sie es ganz schnell lernen. Am besten durch die Konsequenzen, die in der Schule folgen werden. Partner lernen in aller Regel leider auch nur durch Konsequenzen. Aber keiner wird einer berufstätigen Mutter schlüssig erklären können, wieso sie deinen Scheiss für dich im Kopf behalten sollte.
  • Sich von egoistischen Grosseltern abgrenzen. Einer der Gründe, wieso wir heute so unfassbar krasser belastet sind, als früher, ist der, dass die Grosseltern sich nicht mehr wirklich an der Kinderbetreuung beteiligen. Entweder sind / fühlen sie sich zu alt dafür oder sie wohnen zu weit weg. Umgekehrt zögern sie aber nicht, jedes mal anzurufen, wenn das iPad streikt oder ihre Steuererklärung zu kompliziert ist. Entweder macht man hier dann einen Deal (deine Zeit für meine) oder man empfiehlt den Apple Support / den Steuerberater.

In allen obigen Punkten empfehle ich übrigens ehrliche, freundliche aber in der Sache harte Kommunikation. Man darf ruhig und selbstbewsusst erklären, weshalb man die Grosseltern nicht unterstützen wird (keine Zeit), die Kinder mithelfen sollen und der Partner seinen Teil beitragen muss. Denk immer daran, dass sie umgekehrt deine Zeit ganz selbstverständlich konsumieren. Gibt es Diskussionen, dreh den Spiess einfach um. Frag sie, warum für sie andere Regeln gelten sollen, als für dich. Und dann schweige, bis eine Antwort kommt.


Arbeit: Sackgasse-Situationen beenden

Wenn man - wie viele - zu oft ja gesagt oder geschwiegen hat, und sich in einer scheinbar auswegslosen Situation des Dauerstresses, der Überforderung und der Unzufriedenheit befindet, dann muss man dringend handeln. Und eins vorneweg: Für keine der folgenden Massnahmen sollst du auch nur einen Moment ein schlechtes Gewissen haben, denn sie sind jetzt nötig, wenn du deine Gesundheit oder deine Beziehung nicht verlieren willst:

  • Massnahme 1: Zwei Wochen fehlen
    Bei akutem Stress, der schon Monate anhält: Krank schreiben lassen für eine volle Woche, besser sogar zwei. Jeder Hausarzt, jede Hausärztin wird dich für eine Woche krank schreiben, wenn du sagst, dass du bereits unter Schlafstörungen leidest und gelegentlich ein Pfeifen im Ohr oder gar Hörstürze hast. Wenn du Angst hast, deswegen deinen Job zu verlieren, sage dem Arbeitgeber, du hättest dir das Pfeifferische Drüsenfieber eingefangen. Das dauert lange, bis es ausgeheilt ist. Dann denke nicht mehr drüber nach, sondern nutze die zwei Wochen, um dein Leben zu ändern.

     
  • Massnahme 2: Stelle einen Plan für ein lebenswertes Leben auf
    Nutze die erste Woche, um ein Leben zu skizzieren, das dir lebenswert erscheint. Schreib auf, was du nicht mehr erleben möchtest. Schreib auf, wie viele Stunden Arbeit pro Woche du arbeiten möchtest. Schreib auf, was du daneben machen möchtest. Eines kann dir jeder sagen: Im Alter wirst du dich nicht so sehr an die Arbeit erinnern und die vielen dummen Firmen-Apéros, sondern an die Zeit mit deinen Kindern, deinem Partner oder schöne Erlebnisse ausserhalb des Büros.

  • Massnahme 3: Breche dein Überstunden-Muster
    In der zweiten Woche suchst du dir einen Coach, der mit dir dein Muster durchbrechen wird, Überstunden zu machen, und der dir helfen wird, mit den Schlüsselpersonen deines Lebens zu reden. Wenn nötig.
    Wenn du denkst, es ohne Coach zu schaffen: Mach dir ganz viele verbindliche Termine zu den Randzeiten deiner Arbeit,z.B. Massagen, Zahnarzt, Coiffeur, Hautarzt-Check, Gyno-Check, Pedicure, Personal Training - immer mit einem Dienstleister, sonst ist es zu wenig verbindlich. So kann ich mich daran hindern, Überstunden zu machen.
    Du kannst der Firma sagen, dass du an deinem persönlichen Stressmanagement arbeitest. Wenn du lieber diskret bleiben willst, erfinde einen anderen Grund z.b. Physiotherapie, eine kranke Schwester / Mutter etc. Bleib hart. Du hast monatelang deine Leistungsbereitschaft bewiesen, ohne dass sich was geändert hätte. Jetzt muss sich was ändern.

  • Massnahme 4: Gespräch mit Vorgesetzten oder neuen Job suchen
    Wenn du nach zwei Wochen des Fehlens zurück kommst, wirst du einen guten Grund haben - deine angeschlagene Gesundheit - mit deinem/r Vorgesetzten über die aktuelle Arbeitslast zu sprechen. Er / sie wird sie dir reduzieren müssen, da sonst damit gerechnet werden musst, dass du einen Rückfall hast oder es viel länger dauert, bis du vollkommen gesund sein wirst. Nutze diese Schonfrist, um deutlich zu machen, dass du nicht mehr so arbeiten kannst, wie vor dem Ausfall. Eventuell findet sich eine Lösung (Aufgabenumverteilung, Neuanstellung, Prozesse verbessern etc.).
    Stösst deine Bitte auf taube Ohren, suche einen neuen Job. Fakt ist, in dieser Abteilung / Firma wird es nicht besser werden.
  • Massnahme 5: Verinnerliche den neuen Modus
    Um nicht wieder in das alte Muster zurückzufallen, rate ich dir, mindestens drei Monate mit einem Coach respektive dem harten Selbst-Management zu arbeiten. Du wirst nicht ewig Termine nach Arbeitsschluss machen müssen, um dich von Überstunden abzuhalten, aber du musst dir auch nach den drei Monaten der Umstellung regelmässig Self-Checks auferlegen, um den gesunden Rhythmus zu pflegen. (Das gleiche gilt auch bei Ernährungs-Umstellungen.)
    Frage dich immer wieder:
    Gibt es Aufgaben, die du an jemanden delegieren könntest? Kleine Zeitfresser?
    Gibt es Dinge, die nicht in deinen Zuständigkeitsbereich fallen oder für die du komplett überqualifiziert bist? Delegiere diese an Praktikanten, Lehrline, ans GL Sekretariat, den Verkaufsinnendienst, Kundendienst etc.
    Schlage selber Verbesserungen vor, etwa, wie Prozesse vereinfacht oder digitalisiert werden können. Oft sind es Zeitfresser-Prozesse, die 1997 eingeführt und seither nie mehr hinterfragt worden sind.
    Sehr häufig hinterfragen wir Aufgaben nicht, die wir kriegen, sondern erledigen sie einfach, dabei wären wir gar nicht zuständig und werden dafür auch nicht honoriert (Bonusrelevanz?). Der Aufwand summiert sich laufend und wir haben immer weniger Zeit für unsere eigentlichen Aufgaben.
    Bitte den Chef / die Chefin, unpassende Tasks in die zuständige Abteilung zurückzugeben. Setze ihm eine Frist dafür und fasse dann nach, sonst wartest du ewig.



Selbst-Management, Anti-Stress Ansätze

  • Investiere ab sofort 30 bis 60 Minuten für die wöchtenliche Planung deiner Zeit.
    Bis in die 2000er Jahre war es normal, einen Wochen- und / oder Tagesplaner zu führen. Man plante Montagmorgens sogar in einer Teamsitzung, wer was bis wann erledigte. So wusste jeder, woran der andere arbeitete. Heute ist es am einfachsten, wenn du in deiner öffentlichen (Outlook) Agenda die Aufgaben reinschreibst. Dabei musst du nämlich auch immer ein Zeitfenster definieren. Im Skype for Business ändert dein Status dann auch zu "Beschäftigt". Wer dich dann intern anruft, tut dies im Wissen, dass du eigentlich grad keine Zeit für Telefonate hast. Kannst du eine Aufgabe in der vorgesehenen Zeit nicht erledigen, erstelle einen neuen Termin-Task und plane ihn wieder ein. Vorteil: So sehen deine Vorgesetzten auch immer, wie viel Zeit für Meetings drauf geht und was in dieser Zeit nicht erledigt werden kann.
  • Beantworte E-Mails nur zweimal am Tag und schalte das Telefon auf den Anrufbeantworter um
    Emails und Anrufe werden heutzutage viel zu wichtig genommen. Ja, es ist gut, wenn man Emails noch am selben Tag beantwortet, aber niemand erwartet eine Antwort innerhalb von einer Stunde.
    Viele Leute, die ich kenne, kommen morgens um sieben ins Büro oder bleiben abends bis 19 Uhr, weil sie in den "einsamen Stunden in Ruhe arbeiten" können. Schlechte Strategie.
    Beantworte die Emails lieber zweimal am Tag: Am Morgen und am Abend. Dann findest du eher die Ruhe, eine Aufgabe konzentriert zu erledigen.
    Arbeitest du so, verringerst du Fehler, Verzögerungen, Ungeduld oder gar Ärger. Du machst die Arbeit insgesamt schneller und besser.
    Meine Strategie, wenn ich wirklich viel zu tun habe, ist, das Telefon auf den Anrufbeantworter umzuschalten. Die wenigsten hinterlassen nämlich eine Nachricht und so "erledigen" sich doch einige Anfragen von selbst, weil sich der / die dann an jemand anderes wendet oder sich selbst hilft. Oder man kriegt stattdessen ein Email, das in aller Regel strukturierter ist, als ein Anruf.
  • Reduziere Meetings
    Ich behaupte, 3/4 der Meetings, an denen wir teilnehmen, sind überflüssig oder zu lang. Es stimmt schon, dass die Zusammenarbeit mit andern verbessert wird, wenn man regelmässig miteinander "meeted", vor allem, wenn man nicht im gleichen Büro sitzt.
    Trotzdem sollte man nur an Meetings teilnehmen, die wirklich nötig sind. Pro Abteilung reicht EINE PERSON: Die hierarchisch höchstnötigste und tiefstmöglichste, um Entscheidungen zu fällen. Wenn dein Chef UND du eingeladen sind, frag deinen Chef einfach, wen von euch zweien es seiner Meinung nach wirklich braucht.
    Wenn du ein Meeting nicht vermeiden kannst, bestehe immer auf eine Agenda und stelle sicher, dass es einen Meetingleiter gibt, der das verdammte Meeting leitet. Sonst wird es ein Kafikränzli.

Stress vermeiden durch Beförderung

Langfristig hilft meiner Meinung nach, sich befördern zu lassen. Je höher du in der Hierarchie angesiedelt bist, desto weniger operativen Scheiss musst du erledigen. Chefs können delegieren, was ihnen beliebt, darum ist ihre Taktik bei Budgetierungsrunden immer, neue Headcounts bewilligt zu kriegen. Übrigens ist diese Einstellung auch der Grund, wieso es mittlerweile alle zwei Jahre Reorgs gibt. Man quetscht die Zitrone aus, damit alle wieder in Arbeit ersaufen und das zu minimalen Kosten.

Als Teilzeitangestellte Mutter kannst du eine Beförderung leider eh vergessen. Zumindest in der Schweiz. Auch Job-Sharing gibt es hierzulande faktisch nicht. Darum gibt es eigentlich nur noch eins,was Mütter tun können: sich selbständig machen. Dazu braucht frau aber den Willen, das Kapital und Durchhaltevermögen. Am besten würden sich Frauen eigentlich mitte zwanzig selbständig machen (nur fehlt da das Kapital), denn sobald sie einmal Kinder haben, sind ihre Energiereserven arg strapaziert. Und mit 45/50 ist die Hürde, sich selbständig zu machen, grösser, denn man denkt schon an die Rentensicherheit.

Ich wünsche dir viel Erfolg und ein ausgeglichenes Leben. Du hast nur eins.