Mittwoch, 28. Januar 2015

Zeitoptimierung - Weniger Stress, mehr Musse

Wer kennt sie nicht, die Zeiträuber des Alltags? Nicht nur für berufstätige Frauen, auch für die armen (eventuell auch arbeitenden) Mamis lohnen sich Optimierung im täglichen Zeitmanagement. Hier meine Tipps - getestet im Alltag.

Zeitkiller Nr. 1: Arbeitsweg


Wer die Tür-zu-Tür Zeit mal Anzahl Arbeitstage im Jahr multipliziert, dem wird schnell klar, wieso sich hier Optimierung praktisch immer lohnt. Wer zweimal pro Tag 1h Arbeitsweg auf sich nimmt, verliert damit pro Vollzeit-Arbeitswoche 10 Stunden. Zehn Stunden Lebenszeit, die du pro Woche in überfüllten Zügen, ungemütlichen Bussen, Trams und fremden Leuten ausgesetzt verbringst. Oder im Auto, was auch nicht viel besser ist. Die Schweiz hat derzeit eine Arbeitslosenquote von 3.5% Arbeitslosenquote respektive eine totale Erwerbslosenquote von 5%. Es sollte - vielleicht mit etws Aufwand - daher möglich sein, einen Job zu finden, der näher am Wohnort gelegen ist. Alternativ: Neue Wohnung suchen!


Zeitkiller Nr. 2: Snooze-Funktion statt pünktlich aufstehen

Warum in aller Welt benutzen Leute noch die "Snooze" Taste? Sie macht dich nur fertig, stiehlt dir wertvollen Schlaf und gut und gern eine Stunde am Morgen. Sei nicht albern und beweg deinen Arsch!


Zeitkiller Nr. 3: Der persönliche Auftritt

Wie viel Zeit soll frau täglich in ihren Look investieren? Wo ist der Grenznutzen? Warum können wir Frauen nicht genau so pragmatisch mit unserem Business-Auftritt umgehen, wie Männer? Ich schlage dir folgendes Experiment vor, wenn du in Zukunft viel Zeit im Bad sparen und in sinnvolleres investieren kannst:

1.) Outfit

Statt jeden Morgen eine neue, coole Kombination auszusuchen, leg dir 7 (nicht mehr) zurecht, die du dann nacheinander trägst. Warum nicht fünf? Leute merken es vielleicht, wenn du jeden Montag dasselbe anhast.  Warum nur 7? Weil Männer meistens nur drei Anzüge, sieben Hemden, zwei Paar Schuhe und eine handvoll Krawatten haben. Weil es also reicht.

2.) Haut
Waschen, cremen, schminken, abschminken... im Büro / Einkaufszentrum behandelt man dich nicht zuvorkommender, wenn du perfekt geschminkt bist. Ich weiss es, ich hab es ausprobiert. :-) Verkäuferinnen waren zum Teil sogar netter zu mir, wenn ich ungeschminkt kam. Beschränk dich für dieses Experiment einmal nur auf das Nötigste: Feuchtigkeistcreme, vielleicht etwas Concealer gegen Augenringe und Wimperntusche. Schau dann, ob sich irgendetwas in deinem Umfeld verändert. Vermutlich nicht. Vermutlich nur die Zeit, die du morgens plötzlich übrig hast.

3.) Haar
Müssen manche täglich waschen, ok. Täglich eine wallende Mähne stylen ist aber unnötig. Pony / Chignon reicht fürs Büro auch.

4.) Nägel
Müssen gepflegt sein. Statt lackieren oder Gel mach es zur Abwechslung wie die Männer: Kürzen, in Form feilen, fertig. Ist auch besser fürs Budget.

5.) Sport
Seien wir ehrlich - wer übergewichtig und ungesund aussieht, dem helfen auch perfekte Nägel und perfektes Makeup nichts. Nimmer dir also die Zeit für Sport oder wenigstens lange Spaziergänge.

Zweimal pro Woche eine halbe Stunde strenges Krafttraining bringt gleich viel, wie zwei Stunden Crosstrainer. Der Trick ist, mit maximal zehn Wiederholungen den Muskel an seine Grenzen zu bringen. Er baut Masse auf und verbrennt dann in Ruhephasen auch mehr Energie. Hier ein Blog für extrem effizientes Training. Als Büro-Arbeiter erlangst und erhältst du eine gute Figur zu 80% sowieso über deine Ernährung. Abgesehen davon würde ich bei Sport (und Entspannung) am wenigstens Zeit sparen. Hier tust du nämlich etwas für dich.

Nach drei Wochen kannst du beurteilen, was dir in den einzelnen Punkten wichtiger ist: Die gewonnene Zeit oder die Befriedigung deiner Eitelkeit.


Zeitkiller Nr. 4: Haushalt

Gerade für Mütter ein Dauerthema. Kinder schaffen es, innerhalb von zwei Minuten Ordnung in Chaos zu verwandeln. Da braucht es Coping-Strategien.

Chaos-Kinder
Wenn Kinder noch klein sind, kann man die "magische Phase" nutzen, um ihnen Aufräumen als Spiel zu verkaufen. Mit der Zeit sollte ihnen aber klar werden, dass sie für ihre Unordnung und ihren Dreck selber zuständig sind. Wenn sie nicht aufräumen wollen, entfallen eben gewisse Privilegien. Auf keinen Fall sollten Eltern für ihre Kinder immer alles aufräumen und wegputzen. Früh übt sich.

Einkaufen & Lagern
Macht frau zwar gern, kostet aber eher viel Zeit. Hier lohnt sich etwas Organisation, die über die Einkaufsliste hinausgeht; Ein Reduit oder Lagerraum für Lebensmittel und Dinge einrichten, die dauernd gebraucht werden (Konserven, Wein, WC-Papier...). Dann (am besten online) auf Vorrat einkaufen. Im grösseren Haushalt die App "Bring!" installieren und abwechselnd einkaufen gehen (wer sagt, dass immer du gehen musst?).

(Vor-)Kochen - Crockpot und Tiefkühler
Welche Familie hat nicht einen recht grossen Tiefkühler, Hände hoch? Tiefkühlfächer in Standard-Kühlschränken sind ein Witz, wenn Kinder im Haus sind. Darum empfehle ich jeder Mutter, sich einen Tiefkühlschrank zuzulegen und wenn es geht möglichst in der Nähe der Küche aufzustellen (Reduit?). Anstatt Gemüsereste und Knochen weg zu werfen, kann man sie einfrieren und später eine Suppe daraus kochen. Spart Geld, ist gesund.
Der Schongarer (Crockpot, Crock) ist ein Geheimtipp für berufstätige Mütter / Väter, die abends trotzdem etwas gesundes und gutes auf den Tisch stellen möchten. In diesem Post gehe ich detailliert auf den optimalen Einsatz eines Crockpots ein. Zusammen mit dem Tiefgefrierer (siehe mein Post zum Break-Even einer Tiefkühltruhe) die perfekte Investition!

Abwasch und Bügeln 
Bügelst du noch oder lebst du schon? Ich persönlich hasse bügeln und hab dafür zeitweise eine Haushaltshilfe engagiert. Die sind schneller und kosten nicht so viel, wie man meint. Tipp: Nur die Teile bügeln (lassen), die wirklich gebügelt werden müssen (Stichwort "7 Outfits" statt 30...). Kinderklamotten müssen nicht gebügelt werden, ebenso wenig, wie Bettwäsche. Auch wenn Mami es anders gesehen hätte (sie war auch Vollzeit-Hausfrau...).

Putzen
Rudimentäres Staubsaugen übernehmen heute Roboter (endlos laufen lassen, wenn du ausser Haus bist). Demnächst sollen auch brauchbare Nass-Sauger auf den Markt kommen. Ansonsten: Im Single-Haushalt reicht 14tägliches nass aufnehmen auch. Im grösseren Haushalt rate ich unbedingt zur Putzfrau - ist eine totale win-win-Situation: Sie verringert das Stress-Potential des Paars, kostet nicht alle Welt und es ist regelmässig wirklich sauber daheim! Wer es lieber selber übernimmt / gerne putzt, sollte sich zwei Anschaffungen überlegen: Ersetns den Kärcher SV 1902 der gleichzeitig saugt und feucht wischt sowie den Kärcher Fenstersauger, mit dem putzen sich die Fenster in einem Bruchteil der Zeit.

Rechnungen zahlen
Einmal im Monat reicht auch. Im eBanking lassen sich Zahlungen tiptop terminieren. Tipp: Mahngebühren nicht zahlen, sie werden meist storniert, wenn die Zahlung plusminus zwei Wochen pünktlich kam. E-Rechnung ist auch ein Versuch wert, spart das Abtippen des Einzahlungsscheins. Die meisten Banken bieten übrigens Einzahlungsschein-Scanner-Apps fürs Smartphone an, kann auch Zeit sparen.

Zeitkiller Nr. 5: Falsche Freunde

Klingt jetzt etwas fies, aber wie wär's, wenn du unter deinen so genannten Freunden mal aufräumst? Die ehemalige Arbeitskollegin, die dir immer nur von ihren schlechten Männer-Erfahrungen erzählt... Der Typ, der sich immer bei dir meldet (nie umgekehrt), der im Grunde was von dir will, du aber nicht von ihm, darum macht ihr einen auf "Freunde" aber im Grunde tut er dir nur leid? Oder die Langweiler-Pärchen, die dich dauernd einladen, damit sie mal etwas Unterhaltung haben? Wie oft fühlst du dich nach solchen Treffen irgendwie ausgelaugt? Ehrlich jetzt? Falls du daran etwas ändern willst, versuch mal den Trick "Ich geh ein halbes Jahr auf Reisen" (ob wahr oder nicht). Melde dich solange bei niemandem mehr. Nach sechs Monaten weisst du, wer dir gefehlt hat. Nur die verdienen deine Zeit. Qualität über Quantität.

Zeitkiller Nr. 6. Falscher Freund

Ja, das Dicke kommt zum Schluss; Mit wenig kann man mehr Zeit verschwenden als mit dem falschen Partner. In den durchschnittlich 90 Jahren, die wir heute alt werden, können wir durchaus ein paar Jahre mit dem Falschen Spass haben. Kein Thema. Vor dreissig muss es ja sowieso nicht Mr. Right für Babies sein. Möglicherweise willst du auch gar nie Babies. Auch ok. Nicht ok ist trotzdem jede Minute mit einem Mann, der dich häufiger unglücklich als glücklich macht. Denn ob du es glaubst oder nicht - es geht auch anders. Genau wie mit dem Job (siehe Nr. 1).

Montag, 26. Mai 2014

Was deine Handtasche über dich aussagt

Manche Leute schätzen andere anhand ihrer Accessoires ein. Darum legen viele sehr viel Wert auf Statussymbole wie Uhren. Oder Handtaschen. Wie viel frau mit ihrer Handtasche von sich preis gibt, ist ihr vermutlich oft selbst nicht bewusst. Ein kleiner Guide zur Purse-onality.


Mini-Clutch

Die Mini-Clutch, nicht zu verwechseln mit der "normalen" (siehe unten), kennen nur "Pretty Womans" und Ballgängerinnen. In Europa wohl höchstens in den Kreisen des Hochadels verbreitet, wenn überhaupt, sagt diese im Stauraum arg beschränkte Tasche nur eins über die Trägerin aus: "I'm a princess and I don't give a fuck."

Lanvin Clutch

Clutch

In der Schweiz wenig verbreitet und daher umso auffälliger - die Clutch. Es gibt sie in billigem Plastik bis edlem Leder oder Metall (hier von Lanvin). Getragen wird sie von Frauen, die sich sehr ehrlich und emanzipiert dazu bekennen, Eleganz mehr Bedeutung beizumessen, als praktischen Gesichtspunkten. Umso mehr bei teuren Modellen wie dieser hier (bei Net-a-Porter).





Yves Saint Laurent Tote





Klassische Handtasche

Mit ihnen kann frau notfalls einen Angreifer totschlagen - sie sind steif, streng, innerlich klar unterteilt und sagen vor allem eins über die Trägerin aus: "Ich bin organisiert und tough." Lockerheit wird allenfalls mit poppigen Farben vorgetäuscht, oftmals kauft die geneigte Persönlichkeit das Modell aber in schwarz, braun oder Burberry.


Klassische Schultertasche

An sich ist sie noch kein Statement. Bei der Schultertasche kann höchstens davon ausgegangen werden, dass die Trägerin ab und zu gern beide Hände frei hat - und ggf. mehr und flexibleren Stauraum schätzt. Mehr sagt die Grösse, die Weichheit des Materials und die Verarbeitung aus. Kunstleder und billige Marken sowie Strassdetails zeugen von wenig Geschmack, Gebrauchs- und Altersspuren (abgewetzte Farbe) von fehlender Klasse (oder fehlendem Budget) und Vintage-Modelle implizieren auch nicht automatisch, dass jemand Stil hat. Die edle Schultertasche eignet sich aber für Einsteigerinnen des "guten Stils" - dabei gibt es schon sehr gute (Italienische) Qualität für relativ wenig Kohle, zum Beispiel von Dooney und Bourke (im Internet bestellen). Macht sich alleweil besser, als die zehn Billigstschultertaschen (die auch so aussehen) von H&M. Meiden sollte frau übrigens auch Michael Kors - überteuert, schlechte Qualität und very mainstream.


Dooney & Bource Nylon Shopper


Shopper

Dann gibt es noch den Shopper... er ist nicht nur Müttern und Celebs vorbehalten, nein, er ist ein universeller Begleiter für jede moderne Frau, die mit ÖV unterwegs ist. Der Shopper ist die portable Einzimmerwohnung der heutigen Dame. Es geht niemanden was an, was wir reinstopfen, und niemand soll auf die Idee kommen, den Shopper für uns zu tragen (es wäre uns eh nur peinlich, wenn dann "Woah, ist der schwer" zurückkäme...). Beim Shopper soll v.a. darauf geachtet werden, dass er an sich leicht und strapazierfähig ist - hier zählt später jedes Gramm - und die Träger möglichst breit und komfortabel sind.

And last but not least - schmeiss die Tüten weg!

Nichts ist peinlicher, als eine Frau, die nebst einer hübschen, kleinen Handtasche noch eine abgefuckte, offensichtlich nicht vom heutigen Einkauf stammende Designer Kartontüte mit sich herumträgt, weil sie ihren Kram nicht in die kleine Handtasche murksen konnte. Peinlich! Was sagt es über die Tussi aus? Sie ist eitel und hat keine Klasse. Sie bewahrt Kartontüten auf (oder schlimmer - ersteigert sie auf eBay...). Wenn schon pack deinen Scheiss in Coop oder Migros Tüten, das zeugt von mehr Coolness.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Die Macht der Stimme

Schon mal jemanden nervig oder unsympatisch gefunden, weil er oder sie so eine schreckliche Stimme hatte? Oder dann die Sache mit dem Akzent in der Fremdsprache - erst hat man einfach nur Mühe, das Gesagte zu verstehen, irgendwann könnte man den Redner schlagen.


Nanny Fine (Fran Drescher)
Was kann man dagegen tun? Vermutlich nichts, ausser solchen Leuten aus dem Weg zu gehen. Wichtiger ist aber die Frage: Wie verhinderst Du, dass Deine Stimme andern nicht die Haare zu Berge stehen lässt?

Sagen tut's Dir eh niemand. Das Umfeld nimmt's halt irgendwie hin. Wie Unattraktivität... oder fehlender Modegeschmack. Man erachtet es als zu ertragendes Übel, das zu Deiner Person gehört. Eine beschissene Stimme hat nur leider genau denselben schlechten Einfluss auf Deine Karriere (und Dein Sozialleben) wie eine hässliche Fresse oder Mundgeruch.

Inakzeptabel also. Wer sein Auftreten optimiert, hat somit auch an seiner Stimme zu arbeiten. Gute News: Es ist nicht so schwierig, wie es vielleicht anmutet.


Schritt 1 - Verschaff Dir einen Überblick zur Schadenslage

Dazu nimmst Du Deine eigene Stimme am besten auf und hörst sie Dir ZUSAMMEN MIT EINEM NEUTRALEN FREUND über Lautsprecher an. Möglichst via HiFi Anlage in Sprechlautstärke, denn so hören Dich ja auch die andern. Der Freund soll danach ganz ehrlich Feedback geben. Du vermutest das Problem bei einem Akzent in einer Fremdsprache? Dann mach die Übung in der Fremdsprache.

Schritt 2 - Behebe das Problem

Keep smiling!
Am schnellsten geht es mit Privatunterricht. Für arge Sprachfehler engagiert man einen Logopäden (normalerweise im Kindesalter, aber hey, besser spät als nie...). Für eine grässliche Stimmlage und falsche Betonung gibt es Stimm- und Sprechtrainer. Oft haben die eine Gesangsausbildung und verstehen es, das beste aus einem noch so falsch klingenden Stimmorgan herauszuholen. So ein Lehrer weist Dich vielleicht auch darauf hin, wenn Du Ticks hast wie total deplatziertes, viel zu lautes Lachen oder dauernd "Äääähs" zwischenschiebst (wenn nicht, ein Rethoriktrainer tut das).

Einen krassen Akzent in einer Fremdsprache bringt man am schnellsten mit einem privaten Sprachlehrer weg, am besten in dem Land, in dem diese Sprache gesprochen wird, da hört man sie nämlich jeden Tag.

Kein Geld? In dem Fall schlage ich folgendes vor: Um einen Akzent loszuwerden, kauf Dir ein Hörbuch und das zugehörige Buch. Lies jeden Tag eine Seite laut vor, nimm es auf und vergleiche das, was Du gesagt hast, kritisch mit dem Hörbuch. Schreibe Wörter, die Du falsch ausgesprochen hast, auf Kärtchen auf inklusive phonetischer Variante und übe die. Ohne Feedback eines Dritten ist es immer viel schwerer, sich zu verbessern, also schau, dass Du jemanden hast, der Deine Fortschritte objektiv kommentiert.

Um Deine Stimme zu verbessern kannst Du versuchen, eine synchronisierte Schauspielerin nachzuahmen. Synchronsprecher zeichnen sich durch eine perfekte Aussprache und Intonation aus, welche im Originalton so gut wie nie erreicht wird. Sie sprechen deutlicher, tiefer, langsamer und meist auch leiser, als Du. Schöne Stimmen in der Deutschen Fassung haben z.B. Michelle Pfeiffer oder Robert Redford. Als Inspiration findest Du viele Sprach-Samples auf der Synchronkartei.

Viel Erfolg! :)

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Mittwoch, 31. Juli 2013

Das perfekte Haar der Amerikanerinnen

Es ist mir schon lange ein Rätsel, wie Amerikanerinnen es schaffen, immer und überall mit einer Dreiwetter-Taft-Frisur rum zu laufen. Vor allem beschäftigt mich aber das warum.


Kürzlich verbrachte ich ein paar Wochen im Afrikanischen Busch. Ich flog mit Indiana Jones (Name geändert) mit einer Cessna von einer Lodge zur andern. Da wir Wasser und Ausrüstung dabei hatten und die Maschine jeweils für den maximum Range volltanken wollten, blieb uns für persönliches Gepäck nicht all zu viel Gewicht übrig. Aber selbst wenn... hätte ich wirklich Föhn, Haarschaum und Rundbürste eingepackt?

Zerzaustes, strohiges Haar gehört doch irgendwie zu einer Safari, oder? Die Amerikanerinnen, denen wir unterwegs begegnet sind, würden dem wohl vehement widersprechen. Eines Abends nämlich landeten wir bei einer Lodge im Okawango Delta. Fünf Stunden waren wir an jenem Tag geflogen, mit Zwischenstopp um aufzutanken, und nach Sicherung des Flugzeugs war uns sicherlich nach einer Dusche, mehr noch aber nach einem Gin Tonic.

An der Bar umzingelten uns dann plötzlich eine Gruppe amerikanischer Pensionäre und -innen. Zu kaum je benutzten, frisch gebügelt aussehenden Columbia-Outdoor-Hemden kombinierten die Herren teure Cargohosen und fancy Outdoorschuhe. Die Damen schienen total auf Animalprints abzufahren. Ausserdem auf Ethnoschmuck. Was, dachte ich mir, würde wohl meine Mutter auf so eine Reise einpacken? Vermutlich dasselbe. Was mir an den Frauen aber am meisten Kopfzerbrechen bereitete, war die Haarpracht. So perfekt frisiert schaffe ich es an einem normalen Tag nicht mal ins Büro...

So konnte ich es mir nicht verkneifen, beim Essen - ermutigt durch reichlich (all you can drink) Wein - zu fragen, wie die das hinkriegen. So ganz ohne Föhn. Und dann sagt die mir doch:
"I brought my hairdryer and my iron, of course."

Of course.
 






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Dienstag, 4. Juni 2013

What men want

Was wollen Männer? Die Frage beschäftigt uns Frauen immer wieder einmal aber wenn wir eines herausgefunden haben, dann, dass Konversation nicht der Weg zu Insights ist. Männer schweigen sich gern aus wenn's um ihre geheimen oder nicht so geheimen Wünsche geht.


Es ist auch nicht nötig, einen Mann zu fragen, was er will, wenn es Publizisten, Marktforscher, Werber und Produktmanager gibt, die es schon längst herausgefunden haben. Ein Blick auf die Frontseite eines so genannten Männermagazins - hier Men's Health - sagt mir ja schon alles. Ich gehe mal davon aus, die Grösse des Fonts widerspiegelt die Wichtigkeit für den Mann, also wären da folgende grundsätzlichen Interessen auszumachen:

  1. Six-Pack / Adonis-Körper
  2. Sex
  3. Essen
  4. Reich werden

Auf dem Beispiel da drüben handeln 4 Headlines vom (eigenen) Körper und "nur" 2 von uns Frauen. Wobei... also eigentlich handeln die auch nicht von uns, sondern von Sex, also etwas, das die Herren - ebenfalls - mit ihrem Körper machen können.

Irgendwie ernüchternd.


Montag, 29. April 2013

Einen neuen Combo lernen

Combo ist ein Begriff aus der Welt der Gamer und bedeutet die Meisterung schneller Tastenabfolgen auf dem Gamecontroller oder der Tastatur, um seinen Spielcharakter Spezialschläge ausführen zu lassen die a) beeindruckend aussehen und b) den Gegner schneller und effektiver zur Schnecke machen. Viele Combos beruhen auf Magie und entfalten eine Eleganz die nur aus der Aufhebung der Naturgesetze entspringen kann.


Hier ein Beispiel aus dem xbox Spiel "Soul Calibur":



Vorab: Gamen ist eine verdammte Zeitverschwendung. Genauso wie Fernsehen und die hochdemente Tante im Altersheim besuchen. Es sind unproduktive Stunden, die Du Dir da um die Ohren schlägst, ohne dass Dir sozial, finanziell oder intellektuell irgendein Nutzen erwächst. Machen wir uns nichts vor. Darum will ich heute auch gar nicht wirklich erklären, wie man Combos lernt (hier) sondern, wie man sich im echten Leben Combos aneignet.

Ganz nach meiner Hauptdirektive "Lerne von jedem, allem und jederzeit" hier die Learnings aus Soul Calibur (und allen andern derartigen Games):

  1. Der Hauptnutzen eines Combos ist nicht, Deinen Gegner schneller fertig zu machen, sondern Deine eigene Persona aufzuwerten. Zu beeindrucken. Eindruck = Erfolg = Karriere = Sozialer Aufstieg.
      
  2. Äquivalente von Combos im echten Leben sind z.B.
    • Attraktives Aussehen UND stilsichere Kleidung UND gepflegte Hände
    • Geschliffenes Auftreten UND Präsentationssicherheit UND Fachkompetenz
    • Mehrsprachigkeit UND ein weitreichendes Netzwerk UND Visionäres Denken
        
  3. Combos musst Du Dir aneignen, entweder durch Recherche (Nachdenken), Beobachtung (Nachahmen) oder Trial and Error (Erfahrung). Nachahmen geht in der Regel am schnellsten also such Dir einen Jedimeister, der Dich ausbildet. Im Gechäftsalltag nennen wir so jemanden Götti, Gotti, Coach oder Mentor.
      
  4. Combos beherrschen ist eines. Die Eier haben, sie auszuführen, was anderes. Und dann ist da noch die Sache mit dem Timing.

Alles in allem muss man Combos lernen, üben, pflegen und weiter entwickeln. Letzteres kannst Du in einem Computerspiel nicht. Im echten Leben schon. Now get going.


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Dienstag, 26. März 2013

Glück

Schon mal akut schlechte Laune gehabt und Dich gefragt, wie Du sie am schnellsten wieder loswirst? Vielleicht für ein paar Stunden nur oder nachhaltig, nicht mehr wiederkehrend, wenn möglich? Ich weiss nicht, wie Du es jeweils anstellst, aber ich hab da so meine Methoden - geordnet nach der Menge an Zeit, die Dir zur Verfügung steht.



5 Sekunden


In fünf Sekunden von unglücklich auf glücklich schalten ist wahrhaftig eine Kunst. Möglich, ja, aber dafür musst Du NLP beherrschen. Lohnt sich, das zu lesen (siehe Link und Fachliteratur), in zwei Sätzen lässt sich's leider nicht erklären.

Was immer ein wenig hilft: Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen, währenddessen an etwas denken, worauf Du Dich freust. Erinnere Dich auch daran, dass das alles nur halb so wild ist.

Frag Dich vielleicht auch, ob das, was Dich gerade nervt, eigentlich wirklich Dein Problem ist, oder Du es einfach zu Deinem machst.


30 Sekunden



  • Schwarze Schokolade futtern
  • Auf dem Smartphone ein Foto des Typs / der Frau angucken, in die Du verliebt bist (es sei denn, er/sie ist der Grund für die schlechte Laune! ;))
  • Ein lustiges Tiervideo auf Youtube schauen
  • Fussmassageroller unterm Schreibtisch benutzen
  • Mal kurz den Stressball durchs Büro schleudern



5 Minuten


Online Shopping: Bestell Dir die Bluse / das Gadget / die Handtasche, die Du seit Wochen immer wieder online angucken gehst, Dir aber eigentlich nicht leisten möchtest.

Jetzt ist der Zeitpunkt.

Alternativ: Bestell Dir ein Buch, das Dich interessiert. Ist in der Regel günstiger, kostet aber weniger. ;)



10 Minuten


Geh rüber ins Büro Deiner Busenfreundin / Deines Kumpels und lästere was das Zeug hält. Dann macht Euch gemeinsam lustig über die Leute, die Dich genervt haben und schmiedet gemeine Rachepläne (die Ihr natürlich nie umsetzen werdet).





30 Minuten


Lege einen Ordner "Ferien 2013 - [Ort]" auf Deiner (privaten) Dropbox an und beginne, den Trip zu planen. Nutze die Zeit um die perfekten Ferien zu organisieren.


 Hilfestellung:

  • Welche coolen Leute kommen mit? (Doodle verschicken)
  • Wohin gehen wir? (Destinationen recherchieren, Präsi vorbereiten :))
  • Budget, Termine (Outfits! ;))
  • Desktophintergrund ändern (am besten mit mehreren sich abwechselnden Motiven)



1 Tag


Wellnessen! Nichts ist besänftigender als ein Tag im Spa mit der besten Freundin / dem besten Freund / dem Lebensabschnittspartner. Oder auch allein.

Gib Dir das ganze Package - Sprudel-Aroma-Bad, Fussmassage, Kopfmassage, Solebad, Dampfbad, Römisches Bad, Schlammpackung, nochmals Fussmassage.

Dazu Prosecco / Champagner und Erdbeeren. Danach feines, leichtes Znacht - z.B. Lachstranche, grüne Spargeln, Sabayon, noch mehr Champagner und natürlich Schokoladentarte zum Dessert. Mit Erdbeere. Und Sex. Sex ist immer gut gegen schlechte Laune.

2 Tage


Wellnessen in Österreich! Zwei Tage lang!

1 Woche


Mach den Trip, den Du geplant hast!

Mehr als eine Woche


Finde raus, was Dein Problem ist und fang an, es systematisch zu lösen. Klingt schwer, ist es auch. Kauf Dir einen Ratgeber oder sprich mit einem Life Coach. Persönliche Lebensberater haben den Vorteil, Dir schneller sagen zu können, wo Du Defizite hast. Anders als ein Buch, das missinterpretiert werden kann. Und anders als Psychologen sagt Dir Dein Coach auch direkt, was Du unternehmen kannst (und sollst).





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